Friedberg blüht auf: Siegerehrung mit (v.l.) Regina Gohlke, Petra Freund (Agenda-Gruppe) sowie Sabine Janus-Förster, Sabine Fuchs und Hildegard Haake.
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Friedberg blüht auf: Siegerehrung mit (v.l.) Regina Gohlke, Petra Freund (Agenda-Gruppe) sowie Sabine Janus-Förster, Sabine Fuchs und Hildegard Haake.

»Naturnahe Gärten«: Prämien für kleine Oasen

Friedberg (har). Eine große Pflanzenvielfalt, tolle Pflanzideen und jede Menge dekorative Elemente: Das alles fand die Jury des Wettbewerbs »Naturnahe Gärten« im Garten von Regina Gohlke in Dorheim und kürte sie zur Siegerin.

»Ich kann es gar nicht glauben, meine Nachbarn werden staunen«, freute sich Gohlke am Mittwoch bei der Preisverleihung im Sitzungssaal des Rathauses.

Nach vier Jahren Pause hatte sich die Agenda-Gruppe »Naturnahe Gärten« entschlossen, erneut einen Wettbewerb durchzuführen. »Wir dachten, wir hätten schon alle naturnahen Gärten bewertet«, sagte Gruppensprecherin Petra Freund. Immerhin acht Gartenbesitzer meldeten sich in diesem Jahr an, zwei mehr als vor vier Jahren. Freund: »Viele wollten gar keinen Preis, sondern unsere Beratung, wie sie ihre Garten noch naturnäher gestalten können.« In den Wettbewerb kamen sieben Gärten, ein über 600 Quadratmeter großer Schrebergarten wurde außer Konkurrenz bewertet. »Er war mit den Hausgärten nicht vergleichbar«, erläuterte die Gruppensprecherin. Für die vierköpfige Jury war die Bewertung alles andere als einfach. Ende Mai wurden die Gärten besichtigt und von Jury-Mitglied Sabine Zscherp ausführlich fotografiert. Die beiden Biologinnen Dr. Beate Alberternst und Dr. Doris Jensch sowie Michael Leicht, der im städtischen Bauamt für die Grünplanung zuständig ist, ergänzten die Jury, die zu einem einstimmigen Ergebnis kam. Mit einem kleinen Geschenk dankte Freund den Jury-Mitgliedern.

Bevor die Sieger verkündet wurden, zeigte Jensch in einer Power-Point-Show Beispiele für eine gelungene naturnahe Begrünung des öffentlichen Raums wie bepflanzte Verkehrsinseln oder die Streuobstwiese am Rande der Seewiese. Dann entführte Jensch die Besucher in die acht Gärten. »Oft verbergen sich kleine Oasen hinter unscheinbaren Hausfassaden.«

Die Gäste erlebten einen Spaziergang durch liebevoll bepflanzte Gärten, »in denen auch Kinder spielen können«, so Jensch. Ein Schwimmteich mit Pflanzenkläranlage, ein bepflanztes, blau angestrichenes Fahrrad oder gemütliche Gartenecken zum Entspannen fand die Jury bei ihrer Begehung vor. Besonderen Wert legten die Juroren auf die Pflanzenvielfalt.

Bei der Preisverteilung verlas Freund die kurzen Bewertungen der Jury. Für die Gewinner gab es neben einer Urkunde Bücher zum Thema »Naturnahe Gärten«. Alle Teilnehmer erhielten ihre Bewertungen samt einem Bild ihres Gartens sowie einer Pflanze. Neben der Siegerin aus Dorheim freute sich Sabine Janus-Förster aus der Kernstadt über den zweiten Platz. Der 3. Preis wurde zweimal vergeben und ging an Hildegard Haake sowie an Sabine Fuchs und Wolfgang Reuß (alle Bruchenbrücken).

Einen Sonderpreis für den familienfreundlichsten Garten erhielt Kirsten van Riesen aus der Kernstadt. Fotos von den Gärten aus allen fünf Wettbewerben konnten an Stellwänden bewundert werden, daneben lagen Bücher rund um das Thema »Naturnahe Gärten« aus.

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