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Närrisches aus der Tüte

  • vonHarald Schuchardt
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Friedberg-Ockstadt (har). Schon die Aktion »Weihnachtsmarkt to go« einer siebenköpfigen Gruppe des Gesangvereins Frohsinn ist ein großer Erfolg gewesen. Als Ersatz für den ausgefallenen Weihnachtsmarkt wurden in der Vorweihnachtszeit 2020 über 250 Päckchen mit »weihnachtsmarkt-typischen« Artikeln gepackt und an die Besteller verteilt. Dieser Erfolg ermunterte das »Päckchen-Team« dazu weiterzumachen.

Da die beiden geplanten Frohsinn-Faschingssitzungen in diesem Jahr pandemiebedingt nicht stattfinden dürfen, gibt es nun das Päckchen »Fasching to go«. Am Samstag trafen sich Erika Druschba, Kerstin Curdt, Dorothea Becker, Dunja Margraf, Lucia Gröninger, Daniela Klotz und Michael Hoßler, der zweite Vorsitzende des Gesangvereins Frohsinn, im alten Gemeindehaus, um coronagerecht in zwei Schichten die 160 bestellten Päckchen zu packen.

Mit der Resonanz waren die Aktiven zufrieden, auch wenn weniger Päckchen geordert worden waren als bei der ersten Aktion. »Man kann Fasching nicht mit der Vorweihnachtszeit vergleichen«, sagte Erika Druschba, die die Idee zu der To-go-Initiative gehabt hatte.

Erneut waren im Vorfeld nicht nur aus dem Kirschendorf Bestellungen eingegangen. Sogar in die Faschingshochburg Stammheim werden Päckchen geliefert, ebenso in die Friedberger Kernstadt, in viele Friedberger Stadtteile, nach Wöllstadt und Florstadt.

An diesem Wochenende werden die Päckchen dann verteilt oder von den Bestellern abgeholt. Was genau in den Tüten, die Druschba erneut aus vielen Seiten der Wetterauer Zeitung gebastelt hat, drin ist, soll eine Überraschung bleiben. Nur so viel hat Druschba verraten: »Das sind alles faschingstypische Dinge.« Dazu zählen etwas »Kulinarisches« und etwas »Flüssiges« - je nach Bestellung mit oder ohne Alkohol. In jedem Päckchen befindet sich außerdem ein Stick mit einem zweistündigen Zusammenschnitt voller Höhepunkte aus den Frohsinn-Sitzungen der vergangenen Jahre. »So bringen wir wenigstens etwas Faschingsstimmung nach Hause«, sagte Dunja Margraf, die die Bestelllisten verwaltet.

Die »Gebrauchsanleitung« liegt in Form einiger Verse ebenfalls in der »Fasching-to-go-Tüte«. Die Anleitung beginnt folgendermaßen: »Ihr lieben Narren in Okscht weit und breit/ es ist so weit, s’ ist Faschingszeit/ Doch dieses Jahr ist anders/ wir dürfen nicht raus, drum feiern wir alle gemeinsam zu Haus/ mit unserem Fasching to go/ geht’s besonners gut, macht dich lustig und froh.«

An den Tüten hängt eine selbst gestaltete Karte mit einer weißen lachenden und einer schwarzen, traurigen Maske. »Das hat wieder viel Spaß gemacht«, freut sich Druschba, die ebenso wie alle anderen beim Packen eine närrische Kopfbedeckung trug.

Trotz des Erfolgs hoffen alle, dass dies die letzte Päckchen-Aktion gewesen ist. Sollte der Lockdown jedoch bis Ostern verlängert werden, dann überlegt die Gruppe bereits, ein Päckchen »Ostern to go« anzubieten. Druschba: »Wir haben schon mal drüber gesprochen. Ideen haben wir auf jeden Fall genug.«

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