Nachbarschaftshilfe wieder aktiv

  • vonred Redaktion
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Friedberg(pm). Seit einigen Wochen kommt nach dem Lockdown das öffentliche Leben wieder in Gang. So konnte Lucia Falk, Vorsitzende der Friedberger Nachbarschaftshilfe (NBH) "Aktion Punkt" schon Ende Juli zu einem Stammtisch einladen und im September ihre Vorstandskollegen zu einer Sitzung begrüßen - unter strenger Beachtung der gebotenen Vorsichtsmaßnahmen.

Keiner der Helfer mit Virus infiziert

Es wurde ein kurzes Resümee gezogen über die Hilfsleistungen, die während des Lockdowns abgerufen worden waren. Obwohl die Telefonnummer der NBH täglich in der Wetterauer Zeitung unter der Rubrik "Hilfsangebote für Risikogruppen" veröffentlicht war und ist, seien beispielsweise Einkaufshilfen nur in unerwartet geringem Maße in Anspruch genommen worden, heißt es in einer Pressemitteilung der NBH.

Auf Nachfrage hätten etliche der angesprochenen älteren Menschen Folgendes mitgeteilt: "Einkaufen, das mach ich noch selbst. Das ist ja die einzige Möglichkeit, mal unter Leute zu kommen. Ich schütze mich mit Maske und Handschuhen und halte den Abstand und die Hygieneregeln ein." Zum Glück sei niemand aus dem Mitgliederstamm mit dem Virus infiziert worden, schreibt die NBH weiter.

Hilfsbereit auch in technischen Dingen

Die Nachbarschaftshilfe bietet nicht nur Hilfe beim Einkaufen an. Begleitung zum Arzt oder bei Spaziergängen gehört ebenso zu den Angeboten wie kurzzeitige Betreuung von Angehörigen oder Kindern. Auch kleine technische oder handwerkliche Hilfen können geleistet werden - in dem Rahmen, wie sie unter guten Nachbarn zuweilen üblich sind.

Hilfesuchende, Mitglieder wie Nichtmitglieder, wenden sich unter Telefon 0 60 31/1 61 88 80 an das Büro der Nachbarschaftshilfe. Dieses ist angesiedelt auf dem Gelände des Erasmus-Alberus-Hauses ("Am Alten Jugendzentrum" 4). Es ist montags und mittwochs von 17 bis 19 Uhr und freitags von 10 bis 12 Uhr besetzt. Man kann sein Anliegen auch auf Band sprechen.

Der nächste Bürodienst nimmt sich des Anliegens an und vermittelt einen Helfer oder eine Helferin. Diese sind immer der Nachbarschaftshilfe bekannt, können sich durch einen Mitgliedsausweis ausweisen und unterliegen der Schweigepflicht. Mitglieder zahlen für die erste Stunde eines Einsatzes 3 Euro, Nichtmitglieder 4,50 Euro. Hat ein Helfer bereits Punkte für Einsätze erhalten, kann er sie bei Bedarf für sich selbst in Anspruch nehmen.

Auch die soziale Komponente kommt bei der NBH nicht zu kurz. Vierteljährlich trifft man sich im Weinhaus Röder zu einem Stammtisch. Der nächste findet am 30. Oktober ab 19 Uhr statt.

Großen Zuspruch findet in jedem Jahr der Vereinsausflug. Der nächste führt in den Wetterpark nach Offenbach. Coronabedingt musste die Fahrt in diesem Jahr ausfallen, sie soll aber im kommenden Jahr nachgeholt werden. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

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