Nach Mayas Tod: PETA scheitert mit Anzeige

Friedberg (pdw/ütz). Im Fall des Todes der Elefantendame Maya vom Ockstädter Zirkus Universal Renz hat die Veterinärbehörde des Wetteraukreises ordnungsgemäß gehandelt. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen eingestellt.

"Von der Staatsanwaltschaft wurde ein von der Tierrechtsorganisation PETA angestrengtes Ermittlungsverfahren mit dem Hinweis eingestellt, dass die Anzeige unzweifelhaft unbegründet ist", teilte Landrat Joachim Arnold mit. Die radikalen Tierrechtler hatten dem Veterinäramt unter anderem "Kumpanei" vorgeworfen.

Maya, die sich im Besitz des Ockstädter Zirkusunternehmens befand, musste im Februar eingeschläfert werden. Noch eine Woche zuvor hatte das Veterinäramt bei einer Überprüfung festgestellt, dass der Elefant weder physisch noch psychisch einen leidenden Eindruck vermittelte.

Wie die WZ damals berichtete, waren die Unterbringung, die Pflege und die medizinische Behandlung des Elefanten aus Sicht der Fachleute vom Veterinäramt nicht zu beanstanden. Maya stand in einer beheizten, sauber und gut eingestreuten Halle. Geeignetes Futter und Wasser standen dem Tier ausreichend zur Verfügung.

Eine Nagelbettentzündung des Elefanten am linken Vorderfuß sowie die Wunde im Kopfbereich und die geringgradigen Hautveränderungen am Rüssel wurden, so hatte das Amt ebenfalls festgestellt, zuvor seit Wochen von dem auf Elefanten spezialisierten Tierarzt fachlich qualifiziert therapiert.

Da der Elefant dann plötzlich schlechter fraß, fand kurzfristig ein weiterer Ortstermin statt, bei dem der Elefant intensiv behandelt wurde. Der sich massiv verschlechternde Gesundheitszustand führte dazu, dass der Elefant kollabierte und keine Aussicht mehr auf Heilung bestand. Daher wurde Maya eingeschläfert; Zirkusdirektor Daniel Renz hatte damals davon gesprochen, dass seine gesamte Familie erschüttert sei. Maya sei praktisch ein Familienmitglied gewesen.

"Obwohl diese Fakten sofort offengelegt und auch über die Presse der Öffentlichkeit mitgeteilt wurden, formulierte die Tierschutzorganisation PETA massive Vorwürfe gegen das Veterinäramt, die auch heute noch nach der Einstellung der staatsanwaltlichen Untersuchungen offensichtlich aufrechterhalten werden", berichtete der Landrat gestern.

PETA hatte den Leiter des Veterinäramts, Dr. Rudolf Müller, als Tierquäler tituliert und versucht, ihn unter Druck zu setzen. Arnold: "Er wurde von PETA bedroht und der Unfähigkeit, der Untätigkeit, der Kumpanei sowie der Lügen bezichtigt. Ich fordere PETA daher auf, mit diesen Unterstellungen sofort aufzuhören."

Arnold betonte in diesem Zusammenhang, dass die Veterinärbehörde des Wetteraukreises jederzeit Hinweise auf tierschutzwidrige Haltungen entgegennehme, diese Hinweise auch überprüfe und Verstöße "konsequent und angemessen ahndet".

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