In der Philipp-Dieffenbach-Schule in Friedberg sind die Klassen verkleinert und die Tische weiter auseinander gestellt. Lehrerin Sabine Ratz unterrichtet mit Maske.	FOTOS: NICI MERZ
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In der Philipp-Dieffenbach-Schule in Friedberg sind die Klassen verkleinert und die Tische weiter auseinander gestellt. Lehrerin Sabine Ratz unterrichtet mit Maske.

Grundschulen vorbereitet

Nach Corona-Pause: Erster Schultag für Wetterauer Viertklässler

  • vonMarion Müller
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Nach der Corona-Pause hat für die Wetterauer Viertklässler wieder die Schule begonnen. Darüber freuen sie sich am meisten.

Ding, Dang Dong - der Schulgong ertönt seit gestern wieder an den Wetterauer Grundschulen. Nach langer Pause dürfen die Viertklässler wieder in die Schule gehen. Endlich - hört diese Zeitung vor Ort heraus.

»Ich freu mich, meine Freunde wiederzusehen«, sagt Leslie Denzel, Viertklässlerin an der Grundschule in Ockstadt. Für beide, Mutter und Tochter, sei das Homeschooling bisher sehr anstrengend gewesen. Auch für Sandra Hör sei es nicht immer einfach gewesen. Ihre Tochter habe Autismus.

Leslies Schulkameraden sind sich einig: Alle freuen sich, wieder in der Schule zu sein und ihre Freunde wiederzusehen. »Zu Hause habe ich niemanden zum reden, und jetzt kann ich wieder in den Pausen spielen und reden«, sagt ein Viertklässler. Außerdem sei es zu Hause langweilig.

Erster Schultag für Wetterauer Viertklässler: Viel Organisation im Vorfeld

Auch die Viertklässler an der Philipp-Dieffenbach-Schule in Friedberg freuen sich vor allem, ihre Freunde wiederzusehen. Dafür haben die Grundschulen einiges im Vorfeld organisieren müssen. Ellen Bernhardt, Schulleiterin in Ockstadt, berichtet, dass die Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt, Tische auf Abstand gestellt sowie Laufwege auf den Treppen markiert wurden. Auch die Philipp-Dieffenbach-Schule hat solche Vorbereitungen getroffen. »Glücklicherweise haben wir in jedem Klassenzimmer ein Waschbecken«, sagt Bernhardt. Dort können sich die Kinder regelmäßig die Hände waschen. Einen Mund-Nasen-Schutz müssen die Kinder auch mitbringen, aber nicht immer tragen. »Nur wenn sich zum Beispiel jemand verletzt«, erklärt Bernhardt.

In der Grundschule in Ockstadt hängen Schilder, die auf das Abstandhalten hinweisen.

A propos Abstand halten: Die Grundschule Ockstadt hat sich etwas überlegt, wie die Kinder das spielerisch lernen. Alle Viertklässler dürfen mit Roller oder Fahrrad in die Schule kommen. So könnten sich die Kinder in den Pausen bewegen und gleichzeitig genügend Abstand halten.

Bedenken zum Schulstart gibt es von seiten der Viertklässler keine. Allerdings von manchen Eltern. »Mein Sohn ist Asthmatiker«, sagt Nicole Harrison. »Ich habe schon Bedenken. Trotzdem ist man froh, dass es wieder losgeht.« Dem stimmt Sandra Hör zu: »Es muss ja mal weitergehen.«

Für die Viertklässler heißt es jetzt wieder fünf Tage Schule - mit Feiertags-Unterbrechung. Ab 2. Juni kommen die restlichen Klassen. Dann gibt es gestaffelten Unterricht und wieder Tage zu Hause.

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