NABU fühlt Parteien auf den Zahn

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Friedberg (pm). Post vom NABU Friedberg haben die im Stadtparlament vertretenen Parteien erhalten. Ins Zentrum seiner Wahlprüfsteine stellt der Naturschutzverband den Umgang mit der Biodiversitäts- und der Klimakrise. »Beide Krisen stellen wohl die größten Herausforderungen für die Wahlperiode der nächsten Stadtverordnetenversammlung dar, ihre lokalen Auswirkungen sind nicht mehr zu übersehen:

Der Klimawandel hat den Friedberger Stadtwald durch drei Dürrejahre und Stürme großflächig geschädigt«, heißt es in einer Pressemitteilung des NABU Friedberg.

Der Verlust der biologischen Vielfalt durch Lebensraumzerstörung und intensive Landnutzung schreite trotz einzelner sichtbarer Erfolge des Naturschutzes ungebremst fort, schreiben die Naturschützer weiter. »Bei vielen früher häufigen und für unsere Landschaft typischen Tier- und Pflanzenarten der offenen Feldflur ist seit Jahrzehnten ein dramatischer Rückgang festzustellen.«

Die Liste sinnvoller beziehungsweise notwendiger Maßnahmen kommunaler Naturschutzpolitik enthält nach Angaben des Friedberger NABU Forderungen nach einem Landschaftspflegeplan für öffentliche Flächen im Außenbereich und nach einer naturförderlichen Entwicklung der innerstädtischen Grünflächen.

Die Einrichtung der Stelle eines hauptamtlichen Umweltbeauftragten wird ebenso gefordert wie eine bedarfsgerechte Personalausstattung des Bauhofs im Bereich der Grünpflege und die regelmäßige Einberufung des Runden Tischs.

Zum Klima fordert der NABU die Selbstverpflichtung der Stadt zur Einhaltung des 1,50-Grad-Ziels des Pariser Abkommens und einen diesem Ziel entsprechenden Klimavorbehalt bei allen Entscheidungen sowie den regionalen Ausbau der erneuerbaren Energien. Bei dem genannten Ziel geht es darum, den menschengemachten Beitrag zur globalen Erderwärmung zu begrenzen. Verzicht auf Flächenversiegelung und umfassende Begrünungsmaßnahmen sollen sowohl für Hitze- und Dürreperioden als auch für Starkregen und Überschwemmungen vorsorgen.

Der Vorstand des Friedberger NABU kündigt an, die Antworten gemeinsam auszuwerten und das Ergebnis zu kommunizieren.

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