Da hat man noch dicht beisammenstehen dürfen: Die Besucher der Friedberger CDU mit Musikschulleiter Bert Jonas (l.) und den Vorstandsmitgliedern der Fördervereins Musikschule Friedberg Christa Boiselle (2. v. r.) und Michael Sturm (3. v. r.)	FOTO: PM
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Da hat man noch dicht beisammenstehen dürfen: Die Besucher der Friedberger CDU mit Musikschulleiter Bert Jonas (l.) und den Vorstandsmitgliedern der Fördervereins Musikschule Friedberg Christa Boiselle (2. v. r.) und Michael Sturm (3. v. r.) FOTO: PM

Musikschulleiter fordert bessere Bedingungen

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Friedberg (pm). Seit dem 1. April 2019 wird die Musikschule Friedberg von Bert Jonas geleitet. Der bisherige Leiter Michael Eberhardt war aus Altersgründen ausgeschieden. Was sich der neue Musikschulleiter vorgenommen hat, hat kürzlich die Friedberger CDU bei einem Besuch im Historischen Rathaus auf der Kaiserstraße, dem Musikschulgebäude, erfahren. Jonas stellte sich der CDU-Delegation mit dem Vorsitzenden Bernd Wagner, dem Fraktionsvorsitzenden Olaf Beisel und Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender an der Spitze vor,

Nach Tätigkeiten an der Musikschule Frankfurt und sieben Jahren als Leiter der Musikschule Friedrichsdorf wechselte Jonas als Leiter zur Musikschule Friedberg. Zusammen mit Michael Sturm, dem zweiten Vorsitzenden des Trägervereins Musikschule; und Vorstandsmitglied Christa Boiselle stellte er die Musikschule als musikalischen Bildungspartner vor. Die Schülerzahl liegt bei knapp 1000, wovon etwa 700 aus Friedberg stammen. Unterrichtet werden sie von 34 Lehrern. Neben Jonas als Leiter sind drei Fachbereichsleiter fest angestellt, alle anderen arbeiten auf Honorarbasis. »Um die Zukunft der Musikschule zu sichern, brauchen wir bessere Arbeitsbedingungen«, appellierte Jonas an die CDU-Kommunalpolitiker. So betrage der Verdienst einer Fachbereichsleitung in Vollzeit 2700 Euro brutto, die Honorarkräfte erhielten 25 Euro brutto pro Unterrichtsstunde und bildeten somit das Schlusslicht im Felde der unterrichtenden Berufe.

Kooperation mit Grundschulen?

»Der städtische Zuschuss in Höhe von zurzeit rund 88 000 Euro muss in den nächsten Jahren deutlich erhöht werden«, forderte Jonas, »damit alle sieben Fachbereichsleitungen eine Festanstellung bis 2023 erhalten und die Honorare auf ein attraktives Niveau gehoben werden«. Von der Stadt wünscht sich Jonas, dass wieder die voll ausgebildeten Musikschullehrer, die eine qualifizierte musikpädagogische Ausbildung hätten, für die musikalische Früherziehung in den städtischen Kindergärten zuständig sein werden.

Außerdem gibt es die Idee einer stadtweiten Kooperation zwischen den Grundschulen und der Musikschule mit den Elementen »Intensiver Musikunterricht im Teamteaching für alle Erstklässler«, »Musikalische Orientierung für Zweitklässler« und »Instrumental-, Ensemble- und Chorunterricht vor Ort ab der 3. Klasse«, das »Leuchtturmprojekt«. Zur Finanzierung aller Wünsche der Musikschule müssten die städtischen Zuschüsse bis 2023 verdoppelt werden. Doch das sei, wie Wagner und Beisel sagten, aktuell »eher unwahrscheinlich«, auch wenn die musikalische Erziehung und das Erlernen eines Instruments gerade auch Kindern Kompetenzen vermittele, die sich zu einem späteren Zeitpunkt, etwa während der Schulzeit oder in Bezug auf den beruflichen Werdegang, positiv auswirkten.

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