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Die New Tones (l.) eröffnen das Konzert in der Kirche.

Mundart und starke Stimmen

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Friedberg-Dorheim(gk). Ein gut anderthalbstündiges vorweihnachtliches Konzert mit 16 Programmpunkten: Die Sängergemeinschaft Dorheim, der Männergesangverein Eintracht Fauerbach als Gast und Harfenistin Dagmar Hoffmann bewegten am ersten Advent in der katholischen Ortskirche die Herzen der zahlreich erschienenen Gäste mit einem reichhaltigen Programm. Dafür erhielten die Akteure unter der Gesamtleitung von Tobias Lipka langanhaltenden Applaus.

Der farbenfroh gewandete gemischte New-Tones-Chor dominierte das Geschehen mit einer Reihe auf hohem Niveau präsentierter Titel - begonnen mit dem Quodlibet "Oh du fröhliche - Joyful" bis zum Abschluss-Quodlibet "Night of silence - Stille Nacht", einer originellen zweisprachigen Version des schönsten aller Weihnachtslieder, das im vergangenen Jahr seinen 200. Geburtstag gefeiert hatte. Nicht nur der von den Frauen gesungene Kanon "Weihnachten wirst du bei mir sein" von Claudia Jung beeindruckte durch seine Innigkeit. Ein optisch-akustischer Leckerbissen war der Auftritt der "Three kings", der Könige aus dem Morgenland. Die drei Solisten der New Tones beeindruckten durch Stimmkraft und originelles Auftreten.

Hoffmann brilliert an Harfe

Die 18 Chorherren aus Fauerbach erhielten vor allem für "Oh Herr, gib uns Frieden" - die deutsche Version einer Komposition des russischen Kirchenmusikers Dmitrij Bortnjanskij - und Beethovens "Hymne an die Nacht" Applaus.

Dagmar Hoffmann an der Harfe verlieh dem Konzert in Dorheim eine besondere Note. In zwei Soli - ein Stück über das Einhorn sowie die lautmalerische "Wanderung" durch verschneite Winterlandschaften - demonstrierte sie ihre Beherrschung des schwer zu spielenden Instruments mit dem unverwechselbaren Klang. Des weiteren assistierte sie dem Duo Brigitte Major und Gabriela Bolmus aus Beienheim beim Vortrag des altehrwürdigen "Maria durch ein Dornwald ging". Mit der launigen Geschichte über Probleme bei der weihnachtlichen Kirchenbeleuchtung erheiterte Jessica Fleischhacker die Gemüter.

"Wanns Chreastkinnche kimmt": Nicht nur für die "zweisprachig" aufgewachsenen Hörer war das von den Herren der New Tones intonierte Lied in heimischer Mundart ein weiterer Leckerbissen in dem an originellen Darbietungen reichen Konzert.

"Nobody should be alone on christmas" (Niemand soll an Weihnachten allein sein) und "Les anges dans nos campagnes" (Die Engel auf unseren Feldern): Diese beiden Titel aus England und Frankreich gingen noch einmal besonders zu Herzen. Maßgeblich trug Chorleiter Tobias Lipka am E-Piano zu der rundum gelungenen Darbietung bei.

Bärbel Wagner und Gabriele Fourier moderierten ein Konzert, wie man es sich als Einstimmung in die Adventszeit nicht schöner hätte vorstellen können.

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