Für ein sauberes Friedberg: Erste Stadträtin Marion Götz (M.) präsentiert mit Holger Kopsch (l., Stabsstelle "Sauberes Friedberg" und Joachim Böhmerl (Entsorgungsbetriebe) die neue Info-Broschüre zur ordnungsgemäßen Müllentsorgung. FOTO: PV
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Für ein sauberes Friedberg: Erste Stadträtin Marion Götz (M.) präsentiert mit Holger Kopsch (l., Stabsstelle "Sauberes Friedberg" und Joachim Böhmerl (Entsorgungsbetriebe) die neue Info-Broschüre zur ordnungsgemäßen Müllentsorgung. FOTO: PV

Wo der Müll hin soll

  • vonred Redaktion
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Friedberg(pm). Die Kreisstadt setzt in Sachen Abfallvermeidung im Stadtgebiet neben verschiedenen Ordnungsmaßnahmen verstärkt auf Information. Erste Stadträtin Marion Götz (SPD) präsentierte nun gemeinsam mit Holger Kopsch (Stabsstelle "Sauberes Friedberg") und Joachim Böhmerl (Entsorgungsbetriebe) den von der Stadt neu erstellten dreisprachigen Flyer "Wohin mit Müll und alten Sachen?"

Das Informationsblatt soll Hilfestellung zur richtigen Müll-Entsorgung geben und beinhaltet außerdem Hinweise, wo alte, noch zu gebrauchende Sachen am besten und korrekt abgegeben werden können. "Neben der Information für unsere Bürgerinnen und Bürger möchten wir mit dem Flyer auch dringend bitten und eindringlich appellieren, Abfall und Sperrmüll nicht einfach ›wild‹ in der Stadt oder in der Natur abzuladen", sagt Götz. Stattdessen sollen ganz einfach die öffentlichen Abfallbehälter und sonstige Abgabestellen genutzt werden. Götz: "Dies ist ein unmittelbarer Beitrag, den jeder und jede zum positiven Erscheinungsbild und zur Sauberkeit in unserer Stadt leisten kann", so Götz.

Der Flyer ist reich bebildert und somit selbsterklärend. Er ist im Rathaus an der Info-Theke sowie in weiteren städtischen Einrichtungen erhältlich. Das Bürgerbüro händigt den Flyer im Rahmen von Um- und Neuanmeldungen aus. Darüber hinaus wird er in einigen Bereichen, in deren näherem Umfeld verstärkt illegale Müllentsorgungen festzustellen waren, von städtischen Mitarbeitern direkt in die Briefkästen eingeworfen. Auch die Friedberger Wohnungsbaugesellschaft unterstützt die Maßnahme, legt das Info-Blatt in ihren Geschäftsräumen aus und übergibt dieses bei Neuvermietungen. Alle Haushalte im Stadtgebiet werden den Flyer zudem in den nächsten Wochen mit dem Abfallkalender 2021 erhalten.

Erste Stadträtin Götz und ihr Team hoffen, hiermit auch eine Entlastung des städtischen Baubetriebshofes zu erreichen. "Die Mitarbeiter kommen inzwischen kaum noch mit der Abholung und Entsorgung des illegalen Mülls hinterher. Und die Entsorgungskosten, die die Allgemeinheit zu tragen hat, steigen stetig weiter an", sagt die Ordnungsdezernentin.

Müllsünder zahlen bis zu 2500 Euro

Müllsünder, die erwischt werden, müssen je nach Verstoß mit einem Bußgeld bis zu 2500 Euro rechnen. An den Altglascontainern sind regelmäßig wilde Sperrmüllablagerungen festzustellen. Diese Standorte werden offensichtlich von einigen Bürgern als Sammelstelle hierfür angesehen. Dass dies nicht der Fall ist, darauf weist inzwischen ein weiteres Produkt der Stabsstelle "Sauberes Friedberg" hin. An allen Altglascontainerstandorten wurden auffällige gelbe Aufkleber angebracht. In Anlehnung an den Flyer machen diese bildhaft auf das Verbot, dort Sperrmüll abzulagern, aufmerksam und zeigen die Möglichkeiten zur korrekten Entsorgung auf. "Niemand soll mehr behaupten können, er oder sie habe nichts davon gewusst - eine Ausrede, die die städtischen Beschäftigten oder auch aufmerksame Mitbürger, die uns zuweilen Hinweise geben, regelmäßig zu hören bekommen", sagt die Erste Stadträtin.

Der Flyer steht auch online als pdf-Datei auf der städtischen Homepage unter www.friedberg-hessen.de/Rathaus und Politik/Stabsstelle Sauberes Friedberg zur Verfügung. Bei dieser Gelegenheit lädt Götz zum Besuch des Internetauftritts der Stabsstelle ein: "Auf unserer neu gestalteten Seite erhalten die Bürger gebündelte Informationen zu anstehenden und bereits durchgeführten Projekten für ein sauberes Friedberg und zur Abfallentsorgung insgesamt mit Kontaktadressen, Mängelmelder und Terminen." Außerdem gibt es Informationen zur Einführung der gelben Tonne, zur nächsten Aktion "Sauberhaftes Friedberg" im Februar 2021 und wie man sich auch sonst aktiv dafür einsetzen kann, damit Friedberg "jeden Tag ein bisschen sauberer wird", wie Götz sagt.

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