Müll-Problem

Müll-Problem: Kampf gegen illegale Entsorgung in Friedberg

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Was soll man tun, um der illegalen Müllentsorgung in Friedberg Einhalt zu gebieten? Die SPD hat eine Idee, die mit dem neuen Recyclinghof zusammenhängt.

Immer wieder gibt es Ärger mit illegal abgelagertem Müll. Das ist nicht nur in Friedberg der Fall, das lässt sich überall beobachten: Mitmenschen, die den Weg zum Recyclinghof scheuen und die alte Couch, den Kleiderschrank oder die Tapetenreste einfach am Rande eines Parkplatzes abstellen oder im Wald entsorgen. Die Sorgen hat dann die Natur bzw. haben diejenigen, denen die Natur noch am Herzen liegt.

Hinzu kommt: Rücken die Bauhofmitarbeiter aus, um den Müll aufzusammeln und tatsächlich zu entsorgen, kostet das richtig Geld. 2017 musste die Stadt hierfür rund 35 000 Euro aufwenden, wie Bürgermeister Dirk Antkowiak (CDU) im Haupt- und Finanzausschuss sagte.

Die Stadt setzt nach den Worten des Bürgermeisters dafür eine mobile Eingreiftruppe ein: Vier Mitarbeiter des städtischen Bauhofs kümmerten sich nur um die Abfuhr illegalen Mülls.

Ursprüngliche Idee hat einen Haken

Was kann man dagegen tun, wie kriegt man das Problem in den Griff? Ein Patentrezept gibt es offenbar nicht. Die SPD-Fraktion im Stadtparlament hat nun einen neuen Vorschlag gemacht. Die ursprüngliche Idee der Sozialdemokraten lautete: Die Stadt entsorgt pro Jahr und Haushalt zwei Ladungen Sperrmüll kostenlos. Dann würden, so die Hoffnung, nicht mehr überall ausgediente Waschmaschinen, Sessel oder Fernseher einfach im Wald abgeladen. Die Menge solle auf zwei Kubikmeter pro Jahr begrenzt werden. Nur: Die Verträge der Stadt mit den Entsorgungsunternehmen lassen das nicht zu.

Im Haupt- und Finanzausschuss hat die SPD nun einen neuen Vorschlag gemacht. Nach den Worten des SPD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Klaus-Dieter Rack soll der Magistrat prüfen, ob im neuen Recyclinghof, der bei Dorheim gebaut wird, zwei kostenlose Sperrmülltage nur für Friedberger Bürger eingerichtet werden können.

FDP gegen kostenfreie Müllentsorgung

Ein Manko des Vorschlags: Wer keinen fahrbaren Untersatz hat, kann seinen Sperrmüll auch nicht nach Dorheim transportieren. Auch dafür, hieß es im Ausschuss, müsse eine Lösung gefunden werden.

Achim Güssgen-Ackva (FDP) lehnte den Antrag ab. "Wir sind gegen eine kostenfreie Müllentsorgung." Jeder Einwohner sei letztlich für seinen eigenen Sperrmüll auch selbst verantwortlich, dafür dürfe nicht die Allgemeinheit zahlen. Die übrigen Fraktionen stimmten dem Prüfantrag zu.

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