Hier handelt es sich ausnahmsweise nicht um Bauschutt, sondern um einen kürzlich angelegten Bienenhügel in Reichelsheim. Aus speziellem Sand entsteht ein Lebensraum für heimische Wildbienen. FOTO: PRW
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Hier handelt es sich ausnahmsweise nicht um Bauschutt, sondern um einen kürzlich angelegten Bienenhügel in Reichelsheim. Aus speziellem Sand entsteht ein Lebensraum für heimische Wildbienen. FOTO: PRW

Müll contra Naturschutz

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Wetteraukreis(prw). "Die Entsorgung von Abfällen in der Landschaft ist nicht nur ein großes Ärgernis, sie stellt auch eine Gefahr für Fauna und Flora dar", sagt Landrat Jan Weckler als Vorsitzender des Naturschutzfonds Wetterau.

Der Landschaftspflegeverband lege derzeit in Zusammenarbeit mit dem Kreis und weiteren Akteuren vor Ort eine Vielzahl von blühenden Wegen und Rainen an. Landwirte, Naturschützer, Jäger und Kommunen würden an einem Strang ziehen, um die Biotopvernetzung zu stärken. Doch immer wieder würden Raine, aber auch Feldgehölze zur illegalen Müllablage genutzt. Entsorgt werde meist Grünschnitt, Sperrmüll und Bauschutt. "Dieses Problem zeigt sich im gesamten Kreisgebiet", sagt Weckler. "Für Flora und Fauna ein massiver Eingriff mit fatalen Folgen. Die Abfälle müssen nun von Akteuren vor Ort mühsam aufgesammelt, abgefahren und entsorgt werden. Zeit und Geld, das für andere Naturschutzmaßnahmen am Ende fehlt." Geschützten Wildtieren wie Rebhuhn und Feldhase werde so die Lebensgrundlage entzogen. Sichere Rückzugsorte und Futterpflanzen würden zum Teil für Jahrzehnte vernichtet. Regelmäßig würden auch Gelege von Bodenbrütern wie der Grauammer zerstört.

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