Montessori: Veränderungssperre verhängt

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Friedberg(jw). Mehrheitlich hat die Friedberger Stadtverordnetenversammlung eine Änderung des Bebauungsplans "Auf dem Bock" beschlossen; lediglich die Linke stimmte dagegen. Einstimmig wurde eine Veränderungssperre für das Areal verhängt, um die Nutzung auf "Kinderbetreuung" einzuschränken.

Es geht um die Liegenschaft der insolventen Montessori-Gemeinschaft. Grundschule, Kita und Turnhalle sollen verkauft und angemietet werden. Die Stadt hat Interesse bekundet, will die Grundschule aber in eine Kita umbauen. Zwei Mitglieder der Montessori-Campus verfolgten die Sitzung. Der Zwiespalt zwischen Stadt und Schulgemeinde kam nicht zur Sprache. Momentan bestehe lediglich die Möglichkeit zum Kauf, ob die Stadt zum Zuge kommt, müsse man abwarten, hieß es. Und: Kita-Plätze würden dringend benötigt. Sven Weiberg (Linke) sprach sich gegen eine "Mega-Kita" (mit bis zu 250 Kindern) aus. Gegen den Standort sprächen die Dimension und die Verkehrsanbindung. Die Linke favorisiert eine Kita am Ende der Taunusstraße. Weiberg: "Wir würden dort ein paar hundert Quadratmeter Acker versiegeln. Damit hätten wir kein Problem."

"Damit begibt sich die Linke in eine Isolationsposition", sagte Dr. Klaus-Dieter Rack (SPD). Niemand sonst wolle ernsthaft Ackerland versiegeln. Achim Güssgen-Ackva (FDP), der zur großen Verwunderung aller zuvor einen Antrag der Linken gelobt hatte ("Das ist was Neues!"), fand bei dieser Diskussion in seine alte Rolle zurück und beschied Weiberg: "Wer so denkt, denkt in Kolchosen und LPGs."

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