Montessori-Campus: Stadt weist Kritik zurück

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Friedberg (pm). »Mit Verwunderung haben die Verantwortlichen der Stadt Friedberg die jüngste Presseverlautbarung des Trägers des Montessori-Kinderhauses und der Montessori-Grundschule zur Kenntnis genommen«, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus, in der die Stadt auf eine Veröffentlichung in der WZ-Samstagausgabe Bezug nimmt. Darin hatte die Gemeinsam Montessori Leben gGmbH die Stadt kritisiert, dass diese eine große Kita in den Gebäuden von Grundschule und Kinderhaus plane. Nun schreibt die Stadt: »Die intensiven Kontakte zwischen der Stadt und dem Träger von Kinderhaus und Grundschule beanspruchen die Stadt bereits über viele Monate und Jahre. Die Dokumente dieser Kontakte füllten und füllen im Rathaus ganze Regale!« Seit April befinde sich die Montessori-Fördergemeinschaft Wetterau nun im Insolvenzverfahren. »Alleinverantwortlicher Ansprechpartner in allen Angelegenheiten von Montessori war und ist in dieser Phase der Insolvenzverwalter. Zu diesem stand und steht die Stadt in engem Kontakt.« Mit Beginn der Vermarktung des Grundstücks und der Gebäude stehe die Stadt zusätzlich im regelmäßigen Kontakt mit dem von den Gläubigern beauftragten Maklerbüro.

Wenn die Gemeinsam Montessori Leben GbR die Stadt kritisiere, sie mache das Montessori-Kinderhaus und die Montessori-Grundschule »platt«, weil sie in Wahrnehmung ihrer Verantwortung für die Schaffung von Betreuungsplätzen für Hunderte Friedberger Kinder an einem öffentlichen Bieterverfahren teilnehme, verwechsele sie offenbar Ursache und Wirkung, schreibt die Stadt nun. Dass diese Behauptung ausgerechnet von einer Seite veröffentlicht werde, die zuvor maßgeblich in der Verantwortung gestanden habe, als die für Eltern und Kinder sehr bedauerliche Schieflage für die Einrichtungen entstanden sei, befremde umso mehr. »Es war nicht die Stadt, die die Zustände verursacht hat, die schließlich in das Insolvenzverfahren mündeten.«

Und wenn nicht zuletzt ein privater Kita-Träger »auf zigfaches Nachfragen« keine gültige Betriebserlaubnis vorlegen könne, fehle es auch insofern leider an der notwendigen Basis für eine verantwortungsvolle Zusammenarbeit, kritisieren Bürgermeister Dirk Antkowiak und Erste Stadträtin Marion Götz.

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