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In der Görbelheimer Hohl sind alle Vorbereitungen getroffen: Die vordere Eisenbahnbrücke wird abgerissen und neu aufgebaut.

Verkehr

Monatelange Sperrung in Friedberg kommt – Eisenbahnbrücke wird abgerissen

  • Jürgen Wagner
    VonJürgen Wagner
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In Friedberg wird nach der Ortsdurchfahrt die Görbelheimer Hohl monatelange gesperrt sein. Denn die Bahn reißt eine Eisenbahnbrücken ab und baut sie neu auf.

Friedberg – Im Januar hatte die DB bekannt gegeben, dass die Erneuerung der Eisenbahnbrücke »aus technischer Sicht zwingend notwendig« sei. Das Bauwerk wurde in die Zustandskategorie 4 eingestuft, das bedeutet »sehr schlecht«. Um den bestehenden Betrieb aufrechtzuerhalten, müsse die Brücke erneuert werden.

Bauarbeiter haben bereits neben der Brücke ihr Lager aufgeschlagen und Zufahrtsrampen angelegt. Für den 3. und 4. Juli (Samstag und Sonntag) sowie für den 8. August (Sonntag) sind durchgehend Vorarbeiten vorgesehen, auch nachts. Die Hauptarbeiten laufen vom 3. bis 6. sowie vom 17. bis 21. September.

Friedberg: Vollsperrung soll Mitte Oktober enden

In dieser Zeit wird der Bahnbetrieb eingeschränkt, ein Schienenersatzverkehr wird eingerichtet. Informationen dazu gibt es im Internet auf rmv.de oder unter der Telefonnummer 069/24 24 80 24. Wie die DBNetz AG mitteilt, kommen bei den Arbeiten Kettenbagger, Radlader, Rammgeräte und Bohrer zum Einsatz. Sprich: Rund um die Görbelheimer Hohl wird’s laut.

Vor allem für Autofahrer wird sich einiges ändern. Die Umleitungsplanung wurde noch nicht bekannt gegeben. Klar ist, dass die Bahnunterführung in der Görbelheimer Hohl vom 30. Juli bis 22. Oktober für den Verkehr voll gesperrt wird. Dann wird die alte Eisenbahnbrücke abgerissen und die neue gebaut.

Friedberg: Weitere Brücke wird saniert und breiter

Die DB schreibt, man sei »bestrebt, die Störungen durch die Bauarbeiten so gering wie möglich zu halten. Dennoch sind lärmintensive Arbeiten leider unvermeidlich.« Auch Veränderungen im Bauverlauf seien möglich.

Es werden nicht die letzten Bauarbeiten an diesem Ort sein. Auch die Eisenbahnbrücke, durch die man zur Kaserne gelangt, soll saniert werden. Die Stadt hatte gegenüber der DB den Wunsch geäußert, die Durchfahrt bei dieser Gelegenheit zu verbreitern, um einerseits einen Fuß- und Radweg anzulegen und andererseits einen Zugang für Lkw zum späteren Gewerbegebiet auf dem zu entwickelnden Kasernengelände zu erhalten. Das Stadtparlament hatte im Juli 2019 beschlossen, sich an den Kosten dieser Brückensanierung zu beteiligen. Die komplette Sanierung kostet hier laut DB 2,8 Millionen Euro, die Stadt übernimmt davon 1,9 Millionen Euro.

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