rueg_Azar_Pitsikaki_1309_4c
+
Für musikalische Akzente bei der Eröffnung sorgen Eleanna Pitsikaki am Kanun und Rabie Azar an der Viola.

Miteinander in Vielfalt

  • VonRedaktion
    schließen

Wetteraukreis (prw). Rot, blau, gelb, grün und weiß wehen sie auf dem Europaplatz: die Fahnen der 15. Interkulturellen Wochen im Wetteraukreis (IKW), die jetzt eröffnet wurden und mittlerweile zu einer wichtigen Institution der Vielfalt geworden sind. »Die Angebote der IKW sind eine gute Gelegenheit, sich ein eigenes Bild von der Vielfalt unserer Gesellschaft zu machen«, schreibt der Kreis in einer Pressemitteilung.

Offenheit hat durch Corona gelitten

Erste Kreisbeigeordnete und Schirmherrin Stephanie Becker-Bösch betont die Wichtigkeit der Veranstaltung: »Die Interkulturellen Wochen stehen für das Zusammensein, das Miteinander, das Bunte und Vielfältige in unserer Gesellschaft.« Die Offenheit habe durch Corona gelitten, vieles war oder ist ver- und geschlossen. Neben den gesellschaftlichen, ökologischen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen werfe die aktuelle Situation viele Menschen auf sich selbst zurück. Sie seien überfordert, hätten Ängste, Sorgen, fühlten sich allein gelassen. »Gerade deshalb stehen die Interkulturellen Wochen in diesem Jahr unter dem Motto #offengeht: offen sein für Begegnungen, Austausch, neue Perspektiven«, so Becker-Bösch.

Dank geht an die Sponsoren der Interkulturellen Wochen. Um die Fahnen kümmerte sich auch in diesem Jahr wieder Frauen Arbeit Bildung (FAB). Weil die bisherigen Fahnen schon in die Jahre gekommen waren, wurden sie von einer Agentur neu gestaltet und von FAB mit viel Mühe und Engagement neu genäht, berichtet der Kreis.

Auch das leibliche Wohl kam bei der Eröffnung nicht zu kurz. Birgit Weddig hatte, gemeinsam mit geflüchteten Jugendlichen süße und pikante Snacks zubereitet und sie einzeln verpackt.

Für den musikalischen Rahmen sorgten Eleanna Pitsikaki und Rabie Azar, ein Duo von »Bridges - Musik verbindet« aus Frankfurt. Pitsikaki ist auf Kreta geboren. Ab 2010 erlernte sie Kanun (orientalisches Musikinstrument). Seit 2016 lebt sie in Deutschland und hat an der Popakademie Mannheim ihren Bachelor im Studiengang für Weltmusik. Sie konzertiert weltweit mit ihrem eigenen Ensemble und als Gastmusikerin in Ensembles, Orchestern und Chören.

Azar schloss 2005 sein Studium der Viola am Musikkonservatorium von Damaskus ab. Er ist in klassisch westlicher, traditioneller orientalischer und zeitgenössischer orientalischer Pop-Musik ausgebildet. In Syrien war er Mitglied des Syrischen Nationalorchesters. Tourneen mit diesen Orchestern führten ihn nach Spanien, Italien, Türkei, Marokko, Tunesien nach Jordanien, den Libanon und die Arabischen Emirate.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare