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Charlotte Fumeé

Mit dem Rad zu französischen Freunden

  • Christoph Agel
    VonChristoph Agel
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Friedberg (agl/pm). Charlotte Fumeé aus der französischen Partnerstadt Friedbergs, Villiers sur Marne, hat ein zweimonatiges Praktikum bei der Stadt Friedberg absolviert - in dem von Christine Böhmerl geleiteten Amt für soziale und kulturelle Dienste und Einrichtungen. Die 19-jährige Charlotte Fumeé, die in Paris studiert und deren Mutter Stadträtin in Villiers sur Marne ist, hat sich ein Projekt vorgenommen, das die Wetterau mit der französischen Partnerkommune verbindet:

Die junge Frau hat eine Radtour entworfen, gespickt mit Tipps zu den Stationen.

»Die Idee entstand bei der Aktion ›Stadtradeln‹ in Friedberg«, schickt Charlotte Fumeé der Tour-Schilderung voran. Und: »Stellen Sie sich auf acht sportliche Tage mit dem Rad ein und entdecken Sie per Rad die deutsche und französische Lebenskultur.« Hier nun die Tour-Beschreibung in gekürzter Form:

Friedberg nach Mainz - Diese Teilstrecke ist 65 Kilometer lang. In Mainz kann man eine schöne Kirche besuchen, den Dom und die historische Innenstadt anschauen.

Mainz nach Meisenheim - 62 Kilometer umfasst dieser Abschnitt. Die Stadt befindet sich auf einer Höhe von 158 Metern über dem Meeresspiegel. Charlotte Fumeé schlägt die Besichtigung der Schlosskirche und eine Bootsfahrt (Kanuverleih) vor.

Meisenheim nach Lebach - Für die 77 Kilometer muss man laut Charlotte Fumeés Berechnung etwa fünf Stunden und 35 Minuten einplanen. Allerdings fährt nicht jeder das gleiche Tempo, weshalb die WZ bei den Etappen weitgehend auf Zeit-Angaben verzichtet. »Ich empfehle einen Abendsparziergang durch die Innenstadt und ihre vielen Parks«, schreibt Charlotte Fumeé.

Lebach nach Amneville - »Dann fahren wir nach Amneville, nachdem wir die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland überquert haben« schildert Fumeé den weiteren Verlauf. Die Etappe umfasst 69 Kilometer. »In den Wasserbecken von ›Amneville-les-Thermes‹ können Sie sich entspannen, um Ihre Muskeln nach der Anstrengung zu lockern. Hier, zwischen den beiden Städten, verläuft die deutsch-französische Grenze. Ich rate Ihnen, die Nachrichten beider Länder zu verfolgen und natürlich auf den Websites der jeweiligen Botschaften. Bei der derzeitigen Gesundheitssituation ist dies das Beste, was man tun kann, riet Charlotte Fumeé, als sie die Tour präsentierte.

Amneville nach Verdun - Als nächstes geht es nach Verdun. Der Name ist eng mit der gleichnamigen Schlacht im Ersten Weltkrieg verbunden. Bis zu diesem Zwischenziel sind es etwa 66 Kilometer. »Es lohnt sich, die berühmten Schlachtfelder mit den Schützengräben, der Zitadelle und den Friedhöfen zu besuchen«, rät Charlotte Fumeé.

Verdun nach Châlons-en-Champagne - Die sechste Etappe ist 89 Kilometer lang Zum Ziel schreibt Charlotte Fumeé: »In der Stadt kann man den Champagnerkeller entdecken und auch die Flüsse per Boot erkunden. Alternativ gibt es Busse, und in zwei Stunden und für 18 Euro sind Sie in Châlons-en-Champagne.«

Châlons-en-Champagne nach Coulommiers - Bei der siebten Etappe sei die von Fumeé errechnete Fahrzeit doch noch mal erwähnt, weil sich die Teilstrecke mit ihren 109 Kilometern ziemlich zieht. Fumeé geht von fast acht Stunden aus. Eine Alternative zwischen Chalon und Coulommiers kann der Zug sein. Mit welchem Verkehrsmittel man auch immer ankommt, Fumeé hat folgenden Tipp parat: »Probieren Sie die berühmten Coulommiers, einen lokalen Käse, der mit dem Brie verwandt ist. Auch der Besuch der historischen Stätte ›die Komturei der Templer‹ ist interessant.«

Coulommiers nach Villiers sur Marne - Auf dem letzten Abschnitt geht es weiter ins 47 Kilometer entfernte Villiers sur Marne. Klar, dass Charlotte Fumeé zu dieser Stadt besonders viel einfällt: »Entdecken Sie den neuen Friedberg-Park mit seinen Ockstadt-Kirschbäumen. Villiers sur Marne ist 30 Minuten mit dem Zug von Disneyland Paris und ebenfalls 30 Minuten mit dem Zug von Paris entfernt. Meine Heimatstadt hat auch einen Weinkeller, der von einem Verein verwaltet wird und sehr interessant ist.«

Der Studentin aus Frankreich geht es nicht nur um die einzelnen Ziele, sondern auch um den Weg dorthin: »Was ich an diesen Fahrten mag, ist die Landschaft, die man während der Fahrt sieht, die Luft im Gesicht bei der Geschwindigkeit des Fahrrads, die Umgebungsgeräusche.« FOTO: PV

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