Für coronabedingte Investitionen in Masken, Seife, Desinfektionsmittel, aber auch für die Reparatur von Fenstern stattet das Land die Wetterauer Kitas und Schulen mit gut 3,7 Millionen Euro aus. Ein Viertel der Kosten müssen der Kreis und die Träger selbst zahlen. 	FOTO: DPA
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Für coronabedingte Investitionen in Masken, Seife, Desinfektionsmittel, aber auch für die Reparatur von Fenstern stattet das Land die Wetterauer Kitas und Schulen mit gut 3,7 Millionen Euro aus. Ein Viertel der Kosten müssen der Kreis und die Träger selbst zahlen.

Corona-Schutz an Schulen und Kitas

Wetteraukreis: 4,9 Millionen Euro für Corona-Schutz an Schulen und Kitas

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Lüften, Masken und Händewaschen gehören zum Alltag in Schulen und Kitas. 3,7 Millionen Euro für weitere Corona-Schutzmaßnahmen gibt das Land, 1,2 Millionen steuern Kreis und Kita-Träger bei.

  • 3,7 Millionen Euro gibt das Land Hessen für Corona-Schutzmaßnahmen an Wetterauer Schulen und Kitas aus.
  • 1,2 Millionen Euro geben der Wetteraukreis und die Kita-Träger selbst dazu.
  • Die Laufzeit der Fördergelder ist begrenzt: Bis Ende April müssen die geplanten Maßnahmen umgesetzt sein.

Für weitere Corona-Schutzmaßnahmen im Wetteraukreis können nun gut 4,9 Millionen Euro investiert werden. Das Geld kommt aus dem Sondervermögen »Hessens gute Zukunft sichern«, teilt Landrat Jan Weckler mit. Man erhalte knapp 3,7 Millionen Euro. Der Kreis als Schulträger und die Kita-Träger müssten für die Förderung einen Eigenanteil von 25 Prozent erbringen.

Investiert werden kann gemäß den Vorgaben des Landes sowohl in Verbrauchgüter wie Desinfektions- und Reinigungsmittel, Seife sowie Masken und Schutzkleidung, als auch in bauliche Maßnahmen wie das Umbauen oder Reparieren von Fenstern oder das Anbringen von Absturzsicherungen. Desinfektionsspender, Plexiglastrennwände und CO2-Messgeräte können ebenso angeschafft werden wie mobile Luftreiniger für Räume, in denen nicht ausreichend gelüftet werden kann. Basis dafür sind die Empfehlungen des Umweltbundesamts.

Wetteraukreis: Laufzeit der Fördergelder begrenzt

Bezahlt werden können damit auch nachträglich Maßnahmen, die bereits ab 1. Oktober beauftragt wurden. Die Laufzeit ist begrenzt bis zum 30. April 2021. »Nach den derzeitigen Vorgaben müssen bis Ende April alle Maßnahmen abgeschlossen sein und die Rechnungen vorliegen.

Alle Beteiligten müssen nun schnell entscheiden, wie und wo die Mittel sinnvoll eingesetzt werden können«, betont Landrat Weckler. Sowohl bei den 88 Schulen als auch bei den Kitas laufe derzeit eine Abfrage über den konkreten Bedarf. Auch Wetterauer Schulen in freier Trägerschaft sollen von dem Geld profitieren.

Corona an Schulen: Regelmäßiges Lüften wichtig

Als eine der besten Schutzmaßnahmen gegen das Virus gilt nach wie vor das regelmäßige Lüften. Die Wetterauer Schulen hatten laut Weckler aber schon während der vergangenen Monate die Möglichkeit, den Kauf von CO2-Messgeräten über die Betriebsmittel abzurechnen.

»Für die Schulen hatte es sich dabei bewährt, einige wenige Geräte anzuschaffen und in unterschiedlichen Räumen zu testen, um für jeden Raum konkret festzustellen, in welchem Rhythmus gelüftet werden sollte«, heißt es.

Corona an Schulen: Luftreiniger in Ausnahmefällen

Für den Einsatz von Luftreinigern verweist das Land Hessen auf die Vorgaben des Umweltbundesamts. Demnach könne deren Einsatz in Ausnahmefällen ergänzend sinnvoll sein, sofern eine ausreichende Lüftung nicht möglich sei. Die Notwendigkeit des regelmäßigen Lüftens entfalle mit dem Einsatz entsprechender Geräte explizit nicht.

Der Wirkungsgrad von Luftreinigern sei in der Praxis bislang nicht eindeutig festgestellt worden. Studien, darunter eine der Friedberger THM, hätten zuletzt ergeben, dass gerade das Stoßlüften bis zu 50-mal wirksamer sei als der Einsatz von Luftreinigern (die WZ berichtete).

Wetteraukreis: Luftreiniger zentral beschaffen

Für die Wetterauer Schulen habe man bereits seit Oktober abgefragt, in welchen Räumen die Frischluftzufuhr durch Lüften nicht ausreichend möglich sei, sagt Weckler. Diese Abfrage sei nun die Grundlage für mögliche Anschaffungen.

Derzeit plane der Wetteraukreis, Luftreiniger zentral zu beschaffen und jene Klassenräume damit auszustatten, in denen das Lüften nicht ausreichend möglich sei. Weckler: »In anderen Fällen werden darüber hinaus bauliche Maßnahmen durchgeführt, durch die das Stoßlüften besser möglich ist.

Wetteraukreis: Zusätzliche Investitionen können angegeben werden

Die Schulen haben aktuell außerdem die Möglichkeiten anzugeben, welche Investitionen sie zusätzlich im Sinne des Förderprogramms tätigen wollen.« Der Wetteraukreis orientiere sich bei der Verteilung der weiteren Mittel an den Schülerzahlen.

Er hoffe, dass die Infektionszahlen nun sinken und der Schul- und Kita-Betrieb nach den Weihnachtsferien wieder möglich ist, sagte Weckler.

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