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Die provisorische Querungshilfe in der Friedensstraße ist schon mal da, nun hoffen Schüler, Eltern und Lehrer, dass bald eine dauerhafte Lösung folgt.

Mehr Sicherheit für die Schüler

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Friedberg (pm). Nach fast drei Jahren Planungszeit ist das Provisorium einer Querungshilfe vor der Wartbergschule, einer Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und einer Abteilung für körperlich motorische Entwicklung, durch die Stadt Friedberg aufgestellt worden. Wie es in einer Pressemitteilung der Schule heißt, sei es der Vehemenz und Ausdauer von Barbara Tulatz, Mutter eines ehemaligen Schülers, und der Stadt zu verdanken, dass die Schüler die Fahrbahn in der Friedensstraße jetzt sicherer überqueren können.

Die Schule besteht aus zwei Gebäuden, die rechts und links der Friedensstraße liegen, was dazu führt, dass die Straße häufig überquert werden muss. Bereits morgens müssen viele Schülerinnen und Schüler die Straßenseite wechseln, um von den Bussen zu ihren Klassenräumen zu gelangen. Auch der Weg zur Bewegungshalle führt die meisten Klassen über die Friedensstraße. Bei Unterrichtsgängen muss die Straße überquert werden, um zur Ampel zu gelangen oder um kleine Einkäufe zu erledigen. Insbesondere zu Beginn und zum Ende des Schultages wird die Friedensstraße von den Schulbussen und von Autos, die zur Berufsschule, zur Volkshochschule oder zum Wohngebiet unterwegs sind, stark frequentiert. Durch am Straßenrand geparkte Fahrzeuge ist zudem die Sicht stark eingeschränkt, sodass die Kinder und Jugendlichen der Förderschule die Gefahrensituationen nicht weitreichend überblicken können.

»Daher war es den meisten Schülerinnen und Schülern bislang nicht möglich gewesen, die Straße alleine, ohne die Unterstützung von erwachsenen Begleitpersonen, zu überqueren. Die Erziehung zur Selbstständigkeit ist aber gerade bei jungen Menschen mit kognitiven Einschränkungen immens wichtig und erstrebenswert. Jetzt kann es Dank der Querungshilfe gelingen, zunehmend die Sicherheit im Umgang mit der eigenen Mobilität zu vermitteln«; heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Insbesondere die Schülerinnen und Schüler der Grundstufe seien von der Neuerung begeistert. Sie könnten die Straße besser überblicken und fühlten sich sicherer. »Die Ersten haben Mut gefasst und trauen sich, allein die Straße zu queren. Weitere werden ihrem Beispiel folgen.«

Der Dank dafür gehe an Erste Stadträtin Marion Götz, die Straßenverkehrsbehörde der Stadt Friedberg und an Barbara Tulatz, die sich gemeinsam für die Belange der Schüler eingesetzt hätten.

Da es sich bei der Querungshilfe noch um ein Provisorium handelt, hoffen die Schülerinnen und Schüler, die Eltern und das gesamte Kollegium der Wartbergschule, dass es bald durch eine dauerhafte stationäre Installation ersetzt wird.

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