Mehr als Luft und Liebe

  • schließen

"Von Luft und Liebe": Unter diesem Motto präsentierten Sabine Dreier und ihre dreizehnköpfige "Flute Connection" (elf Damen und zwei Herren) Kompositionen und Bearbeitungen für Flöte von der Renaissance bis in die jüngste Gegenwart. Schon die nackten Zahlen beeindrucken: In gut zwei Stunden wurden 23 Stücke dargeboten – zur großen Freude des zahlreich zum Benefizkonzert in der Burgkirche erschienenen Auditoriums. Die Musiker zeigten ihr Können an mehreren Instrumenten – von Piccolo- und Renaissance-Traversflöte mit ihrem sonoren Klang über Alt- und Bassflöte bis hin zur Kontrabassflöte und der irischen Low Whistle. Damit nicht genug. Bereichert wurde der musikalische Teil durch virtuose Gesangs- und Tanzeinlagen von Christina Glebe sowie Haimo Emmingers professionelle Schlagzeugbegleitung der letzten drei zu Gehör gebrachten Nummern – unter anderem "One hand, one heart" aus dem Musical "West Side Story" von Leonard Bernstein, dessen Geburtstag sich 2018 zum 100. Mal jährte.

"Von Luft und Liebe": Unter diesem Motto präsentierten Sabine Dreier und ihre dreizehnköpfige "Flute Connection" (elf Damen und zwei Herren) Kompositionen und Bearbeitungen für Flöte von der Renaissance bis in die jüngste Gegenwart. Schon die nackten Zahlen beeindrucken: In gut zwei Stunden wurden 23 Stücke dargeboten – zur großen Freude des zahlreich zum Benefizkonzert in der Burgkirche erschienenen Auditoriums. Die Musiker zeigten ihr Können an mehreren Instrumenten – von Piccolo- und Renaissance-Traversflöte mit ihrem sonoren Klang über Alt- und Bassflöte bis hin zur Kontrabassflöte und der irischen Low Whistle. Damit nicht genug. Bereichert wurde der musikalische Teil durch virtuose Gesangs- und Tanzeinlagen von Christina Glebe sowie Haimo Emmingers professionelle Schlagzeugbegleitung der letzten drei zu Gehör gebrachten Nummern – unter anderem "One hand, one heart" aus dem Musical "West Side Story" von Leonard Bernstein, dessen Geburtstag sich 2018 zum 100. Mal jährte.

Auf stimmungsvollen Beginn mit Mozarts Marsch aus "Figaros Hochzeit" und der Romanze aus seiner "kleinen Nachtmusik" folgte die Darbietung mehrerer Renaissancestücke aus dem frühen 16. Jahrhundert; wie Pierre Attaignants feierliche Pavane und Galliarde oder Heinrich Isaacs "Du bist min" nach dem bekannten Gedicht Walthers v. d. Vogelweide. Die Werke aus ferner Zeit wurden zum besonderen Hörgenuss durch den Einsatz der klappenlosen Renaissancetravers- und -bassflöte. Dieses äußerst schwer zu spielende und handhabende Instrument kam in J. S. Bachs Miniatur "Bist du bei mir" zu vollem Einsatz.

WZ-Mitarbeiter am Schlagzeug

Für ihre Interpretation von Händels Arie "Süße Stille, sanfte Quelle" erhielt Christina Glebe starken Applaus.

Nach wohlverdienter Pause, in der Stadtkantor Ulrich Seeger die Gäste mit Kirchenwein und Brezeln verköstigte, setzten die Flötistinnen und Flötisten ihren musikalischen Weg durch die Zeiten unter anderem mit dem altenglischen "Scarborough fair" und dem Anne Boleyn zugeschriebenen "Greensleeves" fort.

Höhepunkt des zweiten Teils war zweifellos die Darbietung von Sigfrid Karg-Elerts schwungvollem "Lobet den Herrn mit Flöten schön" im Geiste Händels. Engelbert Humperdincks Abendsegen aus "Hänsel und Gretel": Wer beim Hören dieser himmlischen Melodie nicht vor Rührung dahinschmilzt, muss ein hartes Herz haben. Vor allem der der menschlichen Stimme so verwandte Klang der Altflöte ließ dieses Juwel zu einem weiteren Höhepunkt eines an Glanzstücken reichen Werks werden.

Beim Beatles-Hit "All you need is love" kam Haimo Emminger am Schlagwerk zum ersten Einsatz. Bis zur Schlussnummer "Let’s swing" von Alexander Hanselmann mischte der WZ-Mitarbeiter als begnadeter Drummer die Versammlung noch zwei weitere Male kräftig auf.

Auch das schönste Konzert findet irgendwann sein Ende. Erst nach langem Schlussapplaus und zwei Zugaben wollten die Hörer den wunderbaren Ort, dessen Erhaltung der Erlös des Abends zugutekommen wird, verlassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare