rueg_Altstadt_Usagasse_1_4c
+
Die Grünen möchten Friedbergs Altstadt zu einem Modellgebiet für andere Stadtteile machen.

»Mehr Experimente wagen«

  • vonRedaktion
    schließen

Friedberg (pm). Bewohnerinnen und Bewohner sitzen zusammen und unterhalten sich, Kinder spielen, Touristen flanieren durch die Gassen und erfreuen sich an den schönen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, Menschen jeden Alters sitzen in Straßencafés: Das ist das Wunschbild und erklärte Ziel von Jolanthe Lintl, die als Kandidatin der Grünen für den Ortsbeirat der Kernstadt Friedberg antritt.

»Wir sollten hier mehr Experimente wagen, um die Altstadt zu einem kulturell vielfältigen und attraktiven Wohngebiet zu gestalten«, sagt Jolanthe Lintl, die sich nach ihrem Umzug nach Friedberg bewusst dafür entschieden hat, in der Altstadt zu leben. »Wir lieben die Altstadt, wo alles fußläufig erledigt werden kann.« Für weitere Strecken nutzt sie das Lastenrad, damit kutschiert sie auch ihre Kinder in die Kita. Die Mutter von vier Kindern sieht die vielen parkenden Autos als eines der Hindernisse, die Altstadt familienfreundlicher und lebenswerter zu gestalten: »Probehalber keine Parkplätze für Autos in der Altstadt«, schlägt sie vor: Vorläufig für die Zeit von zwei Jahren sollte der Raum stattdessen genutzt werden, um Bänke, Sträucher und kleine Spielgeräte probeweise zu installieren. Die Anwohner könnten das Parkhaus nutzen. »Nach zwei Jahren kann man über die Gestaltung abstimmen lassen oder neue Varianten ausprobieren.«

Auch andere Plätze in der Altstadt könnten nach Lintls Meinung besser genutzt und belebt werden und damit zur Verbesserung der Atmosphäre beitragen. »Warum ist auf dem Parkplatz an der Stadtkirche kein Café mit Spielplatz?«, fragt sich die ehemalige Frankfurterin. Sie tritt dafür ein, die Altstadt zu einem Modellgebiet für andere Stadtteile zu machen. »Hier kann im Kleinen begonnen werden, größere Veränderungen anzustoßen und die Stadt mit Nahversorgung, Gastronomie und Raum für Menschen wieder in erster Linie für diejenigen attraktiv zu machen, die hier leben«, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare