Bei Corona-Tests gibt es einiges zu beachten.
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Bei Corona-Tests gibt es einiges zu beachten.

Corona

Mediziner appellieren, Abläufe bei Tests einzuhalten

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Manchmal ist unklar, wie man sich bei einer möglichen Corona-Infektion verhalten soll. Vier Mediziner aus der Wetterau geben den Patienten wichtige Tipps.

Um Irritationen beim Testen auf eine Covid-19-Infektion zu vermeiden und um für mehr Klarheit in der Sache zu sorgen, melden sich vier Mediziner in einer gemeinsamen Pressemitteilung zu Wort: Dr. Alexander Jakob und Dr. Wolfgang Pilz für den Vorstand des Bezirkes Wetterau im Hausärzteverband Hessen, Marc de Groote, Obmann des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes Wetterau und Obmann Dispositionszentrale Süd der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, sowie Dr. Reinhold Merbs (Fachbereich Gesundheit und Gefahrenabwehr des Wetteraukreises).

»Grundsätzlich muss gesagt werden, dass in den kommenden Monaten besondere Herausforderungen auf uns zukommen«, heißt es in ihrem Schreiben. Ein Anstieg der Zahl der »banalen Infekte«, aber auch der Grippe- (Influenza-)Erkrankungen und der Covid-19-Infektionen sei zu erwarten. Da diese drei von unterschiedlichen Erregern ausgelösten Erkrankungen teilweise sehr ähnlich verlaufen, sei es oft sehr schwierig, diese zu unterscheiden.

»Daher ist es aus infektiologischer Sicht unbedingt notwendig, dass Patienten mit unklaren Infektsymptomen zunächst immer den telefonischen Kontakt zu Ihrem Hausarzt suchen, um sich mit diesem abzusprechen, wie sie sich weiter verhalten sollen«, so die Experten.

Termine absprechen

Häufig werde eine weitere Untersuchung in der Hausarztpraxis nötig sein. Aber nur durch die vorherige telefonische Absprache sei es den Praxen möglich, die Abläufe sicher zu gestalten.

Sollte der Arzt zu dem Schluss kommen, dass ein Test auf das Coronavirus angezeigt ist, so habe er verschiedene Möglichkeiten. Es werde viele Praxen geben, die sich in der Lage sehen, die Abstriche selbst vorzunehmen.

Für diejenigen Praxen, die Abstriche nicht unter sicheren Bedingungen selbst vornehmen können, sei in Zusammenarbeit von Kreisverwaltung, Kreisgesundheitsamt und Kassenärztlicher Vereinigung Hessen ein Testzentrum im Gebäude der ehemaligen Grundschule in Reichelsheim eingerichtet worden.

Dort könne von registrierten Praxen über eine sichere Internetplattform ein Termin für einen Abstrich für die Patienten gebucht werden. Der Betroffene erhält dann einen vierstelligen Buchungscode, mit dem er sich im Testzentrum zu einem fest vorgegeben Termin vorstellen kann.

Auch zu den Zeiten, in denen der Ärztliche Bereitschaftsdienst für die Versorgung der Patienten zuständig ist, sei es unbedingt erforderlich, dass sich Patienten mit unklaren Infektsymptomen zunächst telefonisch unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116 117 melden. So sei auch zu diesen Zeiten eine sichere Steuerung der Versorgung der Patienten gewährleistet.

Geduld und Demut

»Wir sind sicher, dass sich auf diese Weise alle Patienten gut und schnell versorgen lassen. Auch an dieser Stelle bitten wir jedoch darum, dass sich alle an die Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen halten mögen«, appellieren die Mediziner.

Sehr wichtig scheine es zu sein, große Veranstaltungen in geschlossenen Räumen zu meiden. Selbst im Freien könne es ungünstig sein, eng und ungeschützt nebeneinander Zeit zu verbringen. Dies zeige ganz exemplarisch die Entwicklung im Weißen Haus in den USA. Ebenfalls wichtig sei es, Masken konsequent zu tragen und sich die Hände zu waschen.

Außerdem weisen die Experten auf die Besonderheit der Reiserückkehrer hin. Gerade hätten die Herbstferien begonnen und viele Menschen seien auch in Teile des Auslands gereist, für die eine Reisewarnung besteht. »Bitte informieren Sie sich diesbezüglich auf den Seiten des Robert-Koch- Instituts über Verhaltensweisen bei der Rückkehr.« Hier könnten durchaus Quarantänezeiten und Abstrichpflichten bestehen.

»Wir wünschen uns allen die notwendige Geduld und Demut, um mit diesen Umständen zurechtzukommen, und hoffen darauf, dass wir es so alle gemeinsam schaffen werden, das Pandemie-Geschehen in der Wetterau unter Kontrolle zu halten«, heißt es in dem Schreiben der vier Ärzte abschließend.

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