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Tierquälerei: Malträtierter Igel nach wenigen Tagen gestorben

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Von: Christoph Agel

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In Friedberg ist erneut ein Igel an schweren Verletzungen gestorben. Ein Unfall oder ein natürlicher Tod ist nahezu ausgeschlossen.

Friedberg – Wieder ist in der Wetterau ein toter Igel gefunden worden, der offensichtlich nicht eines natürlichen Todes gestorben und auch nicht im Straßenverkehr ums Leben gekommen ist. Wie der Verein »Igelmama« auf seiner Facebook-Seite schreibt, habe der Besitzer eines Gartens nahe des Friedhofs in Friedberg-Fauerbach eine malträtierte Igel-Dame entdeckt.

Der Tierarzt habe vernarbte Wunden entdeckt, die die Haut derart zusammengezogen hätten, dass die Vorderbeine nicht mehr auf den Boden gekommen seien. Die Wunden können laut »Igelmama« nicht von einem Rasentrimmer herrühren, da es zwei gerade Schnitte über Brust und Bauch seien. Der Tierarzt habe eindeutig Tierquälerei benannt. Die müsse sich zwischen Ende Juli und Anfang September ereignet haben. Am Sonntag teilte der Verein mit, die Igel-Dame sei gestorben.

In Friedberg ist erneut ein toter Igel gefunden worden. Vieles deutet auf Tierquälerei hin. (Symbolfoto)
In Friedberg ist erneut ein toter Igel gefunden worden. Vieles deutet auf Tierquälerei hin. (Symbolfoto) © Jonas Walzberg/dpa

Friedberg: Immer wieder gequälte und getötete Tiere gefunden

In den vergangenen Jahren wurden in der Region immer wieder gequälte und getötete Igel gefunden - in Ober-Mörlen, aber auch in Friedberg, wo es allein zwischen Juni und Anfang November 2020 im Bereich Stadthalle/Henry-Benrath-Schule 25 gequälte, in einigen Fällen angekokelte Igel waren. Zum aktuellen Fall lag der Polizei am Montag noch keine Anzeige vor. (agl)

Erst kürzlich fanden Passanten in Friedberg tote Igel auf der Seewiese. Auch ein Hund starb nach dem Gassigehen.

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