Antifa BI demonstriert

Mahnwache gegen AfD-Veranstaltung in Friedberg

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Die AfD hatte zu einer Veranstaltung in der Friedberger Stadthalle eingeladen, davor gab es Protest. AfD-Kreisvorsitzender Andreas Lichert wehrt sich gegen den Rechtsextremismus-Vorwurf.

Anlässlich einer öffentlichen Veranstaltung der AfD am Mittwoch in der Friedberger Stadthalle gab es direkt davor eine von der Antifaschistischen Bildungsinitiative angemeldete Mahnwache. 25 junge Demonstranten, darunter Mitglieder der Linken, der Grünen, der FDP sowie der "Partei" haben sich laut Pressemitteilung der Antifa BI versammelt. "Bei guter Musik wurden den anwesenden AfDlern kritische Transparente entgegengehalten. Thematisiert wurden die Kontakte von Andreas Lichert, einem der AfD-Referenten, zur ›Neuen Rechten‹ sowie das Auftreten der AfD-Jugend vor einiger Zeit in Büdingen", heißt es weiter in der Antifa-Mitteilung.

Plakat richtet sich gegen Lichert

Die AfD habe auf ihrer Einladung für die Veranstaltung in Friedberg die Teilnahme von Rechtsextremen ausgeschlossen, weshalb die Gegendemonstranten auf einem Plakat die Frage gestellt hätten, ob denn Lichert an der Veranstaltung teilnehmen dürfe.

Laut Antifa BI kamen "etwa 80 überwiegend ältere Menschen zur Veranstaltung der AfD mit ihren einschlägigen Referenten". Wie Lichert gegenüber der WZ mitteilte, waren mehr als 120 Besucher zur AfD-Veranstaltung in der Stadthalle gekommen. Zum Protest vor dem Gebäude sagte der AfD-Kreisvorsitzende: "Das ist nicht wirklich ernst zu nehmen." Seine Verbindung zur Neuen Rechten sei bekannt, dennoch laufe der Vorwurf gegen ihn ins Leere: "Ich bin schlicht und ergreifend kein Rechtsextremist", sagte Lichert am Donnerstag der WZ. Solange keine konkreten Nachweise extremistischer Äußerungen erbracht würden, handele es sich um "Propaganda der Antifa BI, nicht mehr, nicht weniger".

Unterschiedliche Zahlenangaben

Bei der AfD-Veranstaltung ging Lichert anhand der Wahlergebnisse und Wählerwanderung bei der Bundestagswahl der Frage nach, wer die AfD wähle und warum. Der Heidelberger Kreisvorsitzende und ehemalige CDU-Funktionär Malte Kaufmann schilderte seinen Weg von der CDU zur AfD, und AfD-Bundestagsabgeordnete Mariana Harder-Kühnel aus Gelnhausen berichtete über die erste Zeit in Berlin.

Nicht nur zur Zahl der Teilnehmer an der AfD-Veranstaltung gibt es unterschiedliche Angaben, sondern auch zur Zahl der Gegendemonstranten. In der AfD-Pressemitteilung ist vom "Dutzend demonstrierender sogenannter Antifaschisten" die Rede.

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