Von diesem Punkt in Limeshain aus soll man künftig sicher mit dem Rad Richtung Hammersbach fahren können. Ortsbesichtigung mit (v. l.): Bürgermeister Adolf Ludwig, Tom Ebberink und Rouven Kötter (beide Regionalverband) sowie Bürgermeister Michael Göllner.	FOTO: PM
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Von diesem Punkt in Limeshain aus soll man künftig sicher mit dem Rad Richtung Hammersbach fahren können. Ortsbesichtigung mit (v. l.): Bürgermeister Adolf Ludwig, Tom Ebberink und Rouven Kötter (beide Regionalverband) sowie Bürgermeister Michael Göllner. FOTO: PM

Radweg

Lückenschluss für Radler zwischen Wetterau und Main-Kinzig-Kreis

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Ein Pilotprojekt im Radwegebau soll die Wetterau und den Main-Kinzig-Kreis enger verbinden. Wenn alles gut läuft, könnte es 2022 losgehen.

Zwischen Hammersbach im Main-Kinzig-Kreis und Limeshain im Wetteraukreis gibt es vielfältige Verbindungen und seit Jahren auch eine interkommunale Zusammenarbeit. Was bislang aber fehlt, ist eine sichere Radwegeverbindung zwischen den Gemeinden. Hier soll nun der Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main Abhilfe schaffen, wie der Limeshainer Bürgermeister Adolf Ludwig mitteilt. Seine Gemeinde wird dem Verband in diesem Jahr als erstes freiwilliges Mitglied beitreten.

Der Regionalverband wolle das Vorhaben als Pilotprojekt in Angriff nehmen. »Die Verbandskammer hat einstimmig unsere Mobilitätsstrategie für die Region beschlossen. Darin haben die Förderung des Radverkehrs und insbesondere die Planung und der Bau von Radwegen einen gewichtigen Anteil«, erläutert der Erste Beigeordnete des Verbands, Rouven Kötter. Das Netz der Radschnellwege finde medial besondere Aufmerksamkeit. Das Schließen möglichst vieler Lücken im überörtlichen Alltagsradwegenetz sei aber noch wichtiger. »Radfahren im Alltag muss sicher, komfortabel und direkt möglich sein.«

Anbindung an Bahnhof

Es gebe vielfältige Beziehungen und Verflechtungen zwischen den beiden Kommunen. »Neben der direkten Verbindung nach Limeshain ist für die Bürgerinnen und Bürger aus Hammersbach aber auch die Weiterfahrt zum Bahnhof Altenstadt äußerst interessant«, schildert Hammersbach Bürgermeister Michael Göllner die Beweggründe aus seiner Sicht.

Viele Pendler würden von Altenstadt aus mit dem Stockheimer Lieschen nach Frankfurt fahren. Für diese wäre eine zügige und sichere Radwegeverbindung eine interessante Alternative. »Die jetzige Wegeführung auf der Landesstraße kann man niemandem ruhigen Gewissens empfehlen, das kann ich aus eigener Erfahrung leidgeprüft berichten«, sagt Göllner.

»Die Idee einer direkten Radwegeverbindung zu unserer Nachbargemeinde Hammersbach gibt es schon länger, und die Zeit ist nun reif, dass die Idee auch umgesetzt wird«, sagt Limeshains Rathauschef Adolf Ludwig. »Ich freue mich sehr, dass der Regionalverband bereit ist, das Vorhaben anzupacken. Es geht immerhin um einen Radweg über die Kreisgrenze hinweg, also um ein noch engeres Zusammenrücken von Wetterau- und Main-Kinzig-Kreis.«

Bau soll 2022 beginnen

Jüngst gingen Göllner und Ludwig die rund 2,5 Kilometer lange Strecke gemeinsam mit Kötter und dem beim Regionalverband zuständigen Projektkoordinator Tom Ebberink ab. Sie verschafften sich einen Überblick über die mögliche Wegeführung und besprachen die weitere Vorgehensweise. Der künftige Weg kann wahrscheinlich komplett auf vorhandenen Wegetrassen geführt werden. Damit wäre kein Landerwerb nötig, was die Realisierung erheblich beschleunigen dürfte.

»Das Projekt ist für uns als Pilotprojekt interessant, da lediglich zwei Kommunen betroffen sind, wir aber eine Kreisgrenze überschreiten«, unterstreicht Kötter. Von den Erfahrungen könnten dann weitere Kommunen in der Region profitieren.

Der weitere Ablauf sieht vor, dass die beiden Kommunen in ihren nächsten Gemeindevertretersitzungen entsprechende Grundsatzbeschlüsse zur Beauftragung des Regionalverbands fassen. Anschließend soll dieser direkt in die Fördermittelakquise gehen. Planung und Bau soll dann ebenfalls der Regionalverband in enger Abstimmung mit den Gemeinden koordinieren. Die Beteiligten haben einen ambitionierten Zeitplan: Sie hoffen, 2022 bauen zu können.

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