Die "Ladungssicherung" eines kontrollierten Sprinters. Insgesamt haben Kontrolleure vergangene Woche 95 Fahrzeuge überprüft. FOTO: POLIZEI
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Die "Ladungssicherung" eines kontrollierten Sprinters. Insgesamt haben Kontrolleure vergangene Woche 95 Fahrzeuge überprüft. FOTO: POLIZEI

Lockere Spanngurte, abgefahrene Reifen

  • vonred Redaktion
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Wetteraukreis(pob). Die Gefahrgutkontrolleure des Polizeipräsidiums Mittelhessen haben vergangene Woche 95 Fahrzeuge überprüft, von denen 42 mit Gefahrgut beladen waren. Wie die Polizei nun in einer Pressemitteilung berichtet, gab es in zwölf Fällen Grund zur Beanstandung.

Die Spezialisten kontrollierten zwischen 8 und 16 Uhr in den vier Landkreisen Wetterau, Gießen, Marburg-Biedenkopf und im Lahn-Dill-Kreis sowie auf den mittelhessischen Autobahnen. Da es im Gefahrgutrecht bei einem Verstoß meist mehrere Verantwortliche gibt, zum Beispiel Fahrer, Verlader, Beförderer oder Absender, fertigten die Beamten insgesamt 23 Anzeigen. Die Geldbuße liegt hier in der Regel im mittleren dreistelligen Bereich.

Ein Sattelzug mit ammoniumnitrathaltigem Dünger war von Polen auf dem Weg nach Frankreich. Das geladene Gefahrgut war in flexiblen Schüttgutbehältern ("Bigbags") verpackt, die der Fahrer versucht hatte, mit Spanngurten zu sichern. Er hatte einen Spanngurt über die "Bigbags" gelegt und diese niedergezurrt. Dies führt aber dazu, dass sich der Dünger während der Fahrt setzte und die Gurte sich lockerten, sodass die Ladung bei der Kontrolle ungesichert auf der Ladefläche stand. Die Weiterfahrt war erst möglich, nachdem der Fahrer die Ladung gesichert hatte, wozu er noch einige Sicherungsmaterialen einkaufen musste.

Ein ausländischer Unternehmer verstieß gegen die sogenannt Kabotagebestimmungen und musste eine Sicherheitsleistung von 1300 Euro bezahlen. Kabotage bezeichnet den Transport innerhalb Deutschlands durch einen gebietsfremden Transporteur. Hier sind nur drei Fahrten mit Be- und Entladeort in Deutschland innerhalb von sieben Tagen mit demselben Fahrzeug erlaubt.

Bei sechs Fahrzeugen beanstandeten die Ordnungshüter die Ladungssicherung. Ein Lkw-Fahrer hatte nicht zugelassene Sicherungsmittel benutzt. Weitere sieben Fahrer nahmen es mit den Lenk- und Ruhezeiten nicht sonderlich genau. Dies führte dazu, dass jeweils gegen Fahrer und Spediteur eine Anzeige erstattet wurde.

Einen unfreiwilligen Stopp musste auch ein polnischer Fahrer einlegen und eine Sicherheitsleistung von 80 Euro entrichten. Da sich an einem Reifen seines Lkw schon großflächig das Profil ablöste, war ein Reifenwechsel notwendig.

Wegen sonstiger Verkehrsverstöße erstatteten die Kontrolleure weitere sechs Anzeigen; insgesamt wurden 265 Euro Verwarnungsgeld erhoben.

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