Das Fahrradgeschäft boomt (v. l.): Evy Weiß, Sigrid König, Dr. Klaus-Dieter Rack, Wolfgang König und Franz Tahedl.		FOTO: PV
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Das Fahrradgeschäft boomt (v. l.): Evy Weiß, Sigrid König, Dr. Klaus-Dieter Rack, Wolfgang König und Franz Tahedl. FOTO: PV

Auf den Lockdown folgt ein Verkaufsboom

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Friedberg (pm). »Auch bei uns brach der Geschäftsbetrieb Mitte März erst einmal deutlich ein«, sagt Wolfgang König. Der Inhaber der Fachfirma Radsport König in der Leonhardstraße bekam Besuch von der Friedberger SPD. Das Gespräch mit Evy Weiß, Franz Tahedl und Dr. Klaus-Dieter Rack war eine weitere Etappe der SPD-Informationstour zu Friedberger Geschäftsleuten in Corona-Zeiten.

»Erlaubt war lediglich der Reparaturbetrieb. Aber davon kann mein Geschäft auf Dauer nicht überleben«, sagte König. Zudem entwickelte sich die Nachfrage nach Fahrradreparaturen anfangs nur zögerlich. Folglich beantragte auch Radsport König Kurzarbeitergeld für die drei Beschäftigten, nahm sie aber letztlich nicht in Anspruch. Nach fünf durchwachsenen Wochen wurde dann der Verkauf von Fahrrädern samt Zubehör wieder zugelassen - und es kam zu einem regelrechten Verkaufsboom, der bis heute anhält.

Die Nachfrage ist enorm gestiegen, und die Fahrradproduktion aller Typen hält momentan mit dem »erfreulich großen Bedarf« nicht angemessen mit. Zur Veranschaulichung deutet König auf die Lücken, die sich in seinem Laden auftun. Hier standen Wochen zuvor noch Räder dicht an dicht. »Aber es ist immer noch ein breites Angebot an Fahrrädern aller Art für alle Altersgruppen vorhanden«, versichert Wolfgang König. Er freut sich über das momentan boomende Saisongeschäft, denn die jetzigen Einkünfte tragen sein Geschäft auch über die verkaufsärmere Winterzeit.

Corona-Krise sorgt für Verkehrswende

Die Krise hat laut König auch den positiven Effekt, dass sich mehr Menschen mit dem Erwerb von Fahrrädern persönlich an der Verkehrswende beteiligen, hin zu weniger Pkw-Mobilität. Der Verkaufsanteil an E-Bikes ist in Corona-Zeiten ebenfalls enorm gestiegen. Gleichwohl ist das Radgeschäft in der Leonhardstraße bereits unter dem Vorgänger Knickel seit 1997 E-Bike-Spezialist - als Erster in der Region. Wolfgang König sieht auch bei der Einrichtung von E-Ladestationen für Räder, »am besten mit vereinheitlichten Standards«, nicht nur in Friedberg noch viel Luft nach oben. »Die SPD hat auch in den hiesigen Ortsbeiräten Ladestationen für E-Bikes beantragt«, sagte Dr. Klaus-Dieter Rack.

Das anregend-informative Gespräch der SPD-Delegation mit den Eheleuten König endete mit einem Ausspruch Albert Einsteins: »Das Leben ist wie Fahrrad fahren. Um die Balance zu halten, musst du in Bewegung bleiben.«

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