Instandhaltung in luftiger Höhe: Elektroanlagenmonteur Thorsten Roth bei der Arbeit FOTO: OVAG/MATLÉ
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Instandhaltung in luftiger Höhe: Elektroanlagenmonteur Thorsten Roth bei der Arbeit FOTO: OVAG/MATLÉ

Für Licht und Ordnung bei Wind und Wetter

  • vonred Redaktion
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Wetteraukreis(pm). Dank Thorsten Roth und seinen vier Kollegen geht den Menschen zwischen Bad Vilbel und Alsfeld, zwischen Linden und Büdingen allabendlich ein Licht auf. Anders gesagt: Diese Mitarbeiter der Abteilung Bau und Betrieb der OVAG Netz GmbH kümmern sich um die Straßenbeleuchtung auf den Straßen und Gassen in der Wetterau, im Vogelsberg und Teilen des Landkreises Gießen.

Roth (32), der in Lautertal im Vogelsberg zu Hause ist, skizziert seinen Arbeitsbereich: "Montage, Reparatur und Wartung von Straßenleuchten - das ist unser tägliches Geschäft." Und zwar im gesamten Gebiet der OVAG Netz, das immerhin knapp die Größe des Saarlandes hat. Dafür stehen ihm und den Kollegen zwei Steigerfahrzeuge zur Verfügung, deren "Hubarbeitsbühne" die Monteure bis zu 17 Meter in die Höhe hievt. Neben diesen Kernaufgaben steht Roth außerdem für Störfälle im Netz bereit, besonders, wenn dafür die Hubarbeitsbühne benötigt wird.

Plan wird flexibel abgearbeitet

Der gelernte Elektroanlagenmonteur arbeitet seit 2006 bei der OVAG und ist seit 2011 mitverantwortlich für die Straßenbeleuchtung. "Jeden Tag im Büro vor dem Computer zu sitzen - das wäre nichts für mich", sagt er lächelnd. Was ihm besser gefällt: Tag für Tag bei Wind und Wetter hinaus auf die Straßen, hinein in die Ortschaften und Gemarkungen im Dienste der Sicherheit am Straßenrand und somit letzten Endes für die Menschen. Am Wochenanfang bekommen er und sein derzeitiger Partner, Igor Karagasjan (er ist bereits seit 30 Jahren bei der OVAG), einen Plan für die in den folgenden Tagen anstehenden Aufgaben. "Das Gute ist dabei, dass wir das flexibel abarbeiten können, gerade so, wie es vom Streckenverlauf am effektivsten ist."

Straßenbeleuchtungsanlagen werden derzeit zum überwiegenden Teil im südlichen Bereich des Versorgungsgebietes neu errichtet, also Richtung Frankfurt. Turnusgemäß hingegen wird einmal im Jahr jede einzelne Ortschaft angefahren, um einen Blick auf die Lichtpunkte (im OVAG-Gebiet rund 60 000) zu werfen, um eine Kontrolle der Funktionstüchtigkeit vorzunehmen. "Dabei schalten wir selbst die Beleuchtung entweder direkt ein oder unsere Netzleitstelle in Friedberg nimmt das vor", berichtet Roth. Alle vier Jahre wird jeder Laternenmast genauer überprüft, visuell und elektrisch.

Jeder Lichtpunkt besitzt eine individuelle Nummer, die auf einem Aufkleber festgehalten ist. Je nachdem, welche Arbeiten an einem Lichtpunkt vorgenommen werden, wird diese Information unter Verweis auf die Nummer in das Betriebsmittelinformationssystem eingespielt, um eine lückenlose Dokumentation zu gewährleisten. Diese Nummer hilft auch in dem Fall, dass ein Bewohner eine defekte Leuchte meldet. "Nennt er uns diese Nummer, wissen wir sofort, wohin wir fahren müssen." Innerhalb von zwei Wochen, schildert Roth, ist in der Regel der Defekt noch im kleinsten Ort von Oberhessen behoben.

Inzwischen wurden über 90 Prozent der Straßenbeleuchtung in ihrem Gebiet auf LED umgestellt. "Früher mussten wir die Leuchtmittel alle vier Jahre komplett austauschen. Die neuen LED-Leuchten hingegen halten eine gefühlte Ewigkeit", sagt Roth

Im Laufe der Jahre hat er während der Arbeit gelernt, mit unterschiedlichen Mentalitäten umzugehen. "In den städtischen Gebieten mit mehr Bewohnern drängeln die Leute schon eher, wie lange wir hier noch mit dem Steiger auf der Straße stehen. In den ländlichen Gebieten wiederum kommen öfter mal die Menschen und fragen, was wir hier so machen. Reichen sogar hin und wieder einen Kaffee oder ein Glas Wasser."

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