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Licht aus, Spott an

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Weihnachtskugeln: Wird diesmal der Strom abgedreht?
Weihnachtskugeln: Wird diesmal der Strom abgedreht? © Harald Schuchardt

Friedberg (jw). Zum Weihnachtsfest gehört der Lichterglanz, ob im Wohnzimmer oder auf den Straßen. In Friedberg könnten diesmal viele Lichter aus bleiben. Die Werbegemeinschaft »Friedberg hat’s« schlägt die Alarmglocken.

»Bislang beteiligen sich zu wenige Einzelhändler an der Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung«, sagen Claudia Claussen und Dirk Engisch. »Wenn bis Mitte nächster Woche nicht noch ein Wunder geschieht, müssen wir in diesem Jahr auf die Beleuchtung verzichten.« Über die Homepage www.Friedberg-hats.de werden Paten gesucht (Formular unter »Downloads«, ab 5 Euro).

Zwischen 20 000 und 30 000 Euro müssen die Einzelhändler für Auf- und Abbau zahlen. Die Stadt übernimmt die gleiche Summe, zahlt noch einen Zuschuss, der Bauhof stellt die Masten auf; außerdem ist die Stadt für die Beleuchtung am Burgtor und am Alten Rathaus zuständig. Die Lichterkugeln und -ketten hängt ein Elektriker auf. »Der ist uns entgegengekommen«, sagt Claussen. Das hoffen die Macher von »Friedberg hat’s« nun von weiteren Geschäftsinhabern und Bürgern. Zur Werbegemeinschaft gehören 50 Firmen, mit den Gastronomen in den angrenzenden Altstadtgassen sind es rund um die Kaiserstraße über 200 Betriebe.

»Ein Lob an alle, die bei der Aktion mitmachen. Dass viele dies nicht tun, ist bedauerlich«, sagt Bürgermeister Michael Keller. »Wenn man vor den Geschäften, die sich nicht beteiligen wollen, das Licht auslassen würde, wären das beträchtliche Stellen.« Keller ist trotzdem guten Mutes: »Aus unserer Sicht ist die Weihnachtsbeleuchtung nicht in Gefahr.« Auch er hofft, dass sich noch Firmen und Privatleute beteiligen. Damit der Lichterglanz auf der Kaiserstraße die Kunden anzieht. Wenn’s nicht klappt, wäre der Spott groß. (Archivfoto: har)

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