Lea und Leon sind die am häufigsten gewählten Namen für die Wetterauer Babys.	SYMBOLFOTO: DPA
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Lea und Leon sind die am häufigsten gewählten Namen für die Wetterauer Babys. SYMBOLFOTO: DPA

Babynamen 2020 in der Wetterau

Leon bleibt der Spitzenreiter

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Im letzten Jahr hatten viele Menschen mehr Zeit für Zweisamkeit, daher rechnen einige mit einem Babyboom in diesem Jahr. Was die Namenswahl betrifft, setzt sich der Trend zu kurzen Rufnamen fort.

Leon bleibt der beliebteste Name für Jungen in der Wetterau. Vierzehnmal haben sich Eltern im Jahr 2020 für diesen Namen entschieden. Ben schafft es im Vergleich zu 2019 vom vierten auf den zweiten Platz (11).

Bei den Mädchen ist Lea der häufigste Name, obwohl er im Jahr davor nicht in den Top-Fünf war. Zehnmal wurden Mädchen Lea genannt. Damit wurde Ella (9), der weibliche Favorit aus dem vorherigen Jahr, abgelöst. Dahinter folgt wieder Emilia (8). Den vierten Platz teilen sich Ida, Leni, Lotta und Marie (6).

Weiterhin Trend zu kurzen Namen

Bei den Jungen teilen sich mehrere Namen den dritten und vierten Platz. Je neunmal wurden Emil, Felix, Levi und Maximilian gewählt. Jeweils acht Kinder heißen Anton, Luca, Matteo und Theo.

Während bei den Jungen Benjamin eindeutig an fünfter Stelle ist, teilen sich bei den Mädchen gleich neun Namen den Platz: Helena, Johanna, Juna, Klara, Lia, Luisa, Luise, Nele und Sophia (5).

Es fällt auf, dass kurze Vornamen die Top-Fünf dominieren. Charlotte hatte es in 2019 als einziger längerer Name unter die Top-Vier geschafft. Dieses Mal wurde der Name nur zweimal vergeben.

16 Babys mehr als im Vorjahr

Bei den Zweitnamen führen bei den Mädchen Marie (18) und Sophie (16) mit deutlichem Abstand zu Elisa (4) und Mathilda (4). Bei den Jungen sind Alexander (7), Karl (4) und Paul (4) beliebt.

Insgesamt 1078 Babys sind im vergangenen Jahr vom Standesamt in Bad Nauheim beurkundet worden. Das sind 16 Babys mehr als im Vorjahr. Diese Zahlen sind für die Statistik des Kreises ausschlaggebend, da die meisten Kinder im Hochwaldkrankenhaus in Bad Nauheim zur Welt kommen.

Ein Mädchen hat fünf Vornamen

666 Kinder haben »nur« einen Vornamen erhalten, 379 zwei und 30 Kinder haben drei Vornamen; diese Drittnamen wurden jeweils nur einmal vergeben, eine Präferenz ist hier nicht zu erkennen.

Während der erste Vorname meist kurz gehalten ist, fällt bei den dritten Namen auf, dass diese länger oder ausgefallener sind. So gibt es bei den Mädchen Namen wie Alsephina, Ehrentraud oder Elisabeth. Die Drittnamen der Jungen sind entweder altmodisch wie Alfred und Ekkehard oder ausgefallen wie Choudhry und Felias.

Nur drei Kinder haben mehr als drei Vornamen, wovon ein Mädchen sogar fünf Vornamen erhalten hat. Ihr fünfter Vorname lautet Florencia.

Mia und Noah bundesweit beliebt

Der Wetteraukreis folgt übrigens nicht dem Trend des Bundes. Dort waren, laut Statistik des Hobby-Namensforschers Knud Bielefeld, Noah und Mia die beliebtesten Vornamen. Diese Namen teilen sich in der Wetterau mit einigen anderen den siebten Platz.

Während fünf der in Bad Nauheim beurkundeten Kinder Noah heißen, haben drei den Namen Mia erhalten. Ben, Emilia und Matteo sind sowohl im Kreis als auch bundesweit häufig vergeben worden.

Kein Hang zu Seriennamen

Der Name Levi erinnert viele Anime-Fans an einen der Hauptcharaktere aus der Serie »Attack on Titan«, die derzeit ihr Ende findet, doch ein wirklicher Hang zu Namen aus Serien lässt sich 2020 nicht erkennen.

Bei den Namen der Jungen scheint eine religiöse Tendenz vorhanden zu sein. So tauchen neben Levi, Matteo, Theo und Noah auch häufiger Namen wie Paul, Samuel, David, Jakob und Adam auf. Auch Namen wie Tristan werden wieder beliebter.

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