"Miteinander statt übereinander reden" ist das Motto eines Treffens, bei dem Politiker mit Landwirten diskutieren.			FOTO: PM
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»Miteinander statt übereinander reden« ist das Motto eines Treffens, bei dem Politiker mit Landwirten diskutieren. FOTO: PM

»Lebensmittel verdienen mehr Wertschätzung«

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Wetteraukreis (pm). Unter dem Motto »Miteinander statt übereinander reden« kam die CDU-Landtagsabgeordnete Lucia Puttrich der Einladung des Landwirts Sebastian Kartmann aus Geiß-Nidda nach, um im Zuge der anhaltenden landwirtschaftlichen Proteste das Gespräch zu suchen. Dabei hatte Puttrich auch ein Versprechen eingehalten und mit dem Bundestagsabgeordneten Alois Gerig einen Fachmann mitgebracht, der den Landwirten als Vorsitzender des Agrar-Ausschusses des Bundestages Rede und Antwort stehen konnte. Rund 30 Landwirte aus der Region, darunter auch die Regionalbauernverbandsvorsitzende Andrea Rahn-Farr, waren der Einladung auf den landwirtschaftlichen Hof der Familie Kartmann gefolgt und diskutierten kritisch, aber auch konstruktiv über Themen wie Düngeverordnung, Nitrat-Messstellen, Insektenschutzprogramm, der sogenannten Bauernmilliarde oder Anforderungen an die Tierhaltung.

Alois Gerig, selbst Landwirt und langjähriger Geschäftsführer eines Maschinenringes, hob die Mitverantwortung der Verbraucher hervor. Er sagte: »Es reicht nicht, höhere Produktionsstandards zu fordern - die Verbraucher sollten auch bereit sein, die Kosten für die höheren Standards an der Ladentheke zu vergüten.« Der Ausschussvorsitzende forderte einen Bewusstseinswandel: »In unseren Lebensmitteln steckt die Kraft der Böden, jede Menge Energie und nicht zuletzt die harte Arbeit von Bäuerinnen und Bauern - unsere Lebensmittel haben mehr Wertschätzung und einen guten Preis verdient.«

Puttrich, ehemalige hessische Landwirtschaftsministerin, legte die Sicht der CDU-Landtagsfraktion sowie ihre Einschätzung dar. Sie sagte: »Die Bauern sind häufig ein wenig beachtetes Glied in der bürgerlichen Gesellschaft, aber ein unglaublich wichtiges. Ihre Angelegenheiten gehen jeden Einzelnen etwas an und bilden eine wichtige Säule des gesellschaftlichen Zusammenlebens.«

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