Landwirte beklagen mehrere Vandalismus-Vorfälle

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Wetteraukreis (pm). Der Regionalbauernverband beklagt mehrere Vandalismus-Vorfälle, die sich gegen Anliegen der Landwirte richten. So sind in Berstadt alle vier Bauzaun-Plakate, die der Ortsbauernverband an verschiedenen Stellen in der Gemarkung aufgestellt hatte, mit Farbe beschmiert worden. In großen roten Lettern hat jemand »FAKE« über die Bilder geschrieben und sie damit verschandelt.

Auf den Plakaten stehen Botschaften der Bauern wie »Bedarfsgerechte Düngung sichert die heimische Lebensmittelversorgung« oder »Regionale Bauern pflegen und erhalten die Kulturlandschaft«.

Fassungslos stehen Andreas Storck und seine Kollegen aus Berstadt vor den verschandelten Plakaten und fragen sich: »Wer macht so was? Und warum - was will der- oder diejenige damit erreichen?« Storck und Kollegen wollen die Sachbeschädigung zur Anzeige bringen und suchen deshalb nach Zeugen.

Diese Art des Vandalismus sei Teil einer Serie zeitgleicher Sachbeschädigungen im Verbandsgebiet des Regionalbauernverbands, wie es in dessen Pressemitteilung heißt: In Münzenberg seien Feld-Tafeln mit Erläuterungen zum Insektenschutz verunstaltet worden, in Griedel hätten Unbekannte Schilder mit Informationen zum Rapsanbau heruntergeschlagen und zerbrochen.

Die Vorsitzende des Regionalbauernverbandes, Andrea Rahn-Farr, reagiert enttäuscht auf die Zerstörungen: »Mit unserer Plakataktion möchten wir auf die Lage der Landwirtschaft aufmerksam machen und auf ihre Leistungen für die Kunden und die Gesellschaft hinweisen«, macht Rahn-Farr deutlich. »Unser eigenes Selbtverständnis weicht von der Art und Weise, wie die Gesellschaft uns wahrnimmt, derzeit offenbar stark ab. Wir möchten gerne zeigen, dass wir verantwortungsbewusst und nachhaltig wirtschaften. Dazu tragen die jährlich wachsenden Blühflächen bei - dieses Jahr hat der Regionalbauernverband per Sammelbestellung Saatgut für ca. 100 Hektar Blühflächen ausgegeben. Aber auch die grundwasserschonende Bewirtschaftung der Flächen und der Humusaufbau durch Zwischenfrüchte und organische Düngung sind gute Beispiele dafür.«

Das Gesprächsangebot an die Bürger gilt auch für die Plakate-Zerstörer: »Wir sind bereit, von einer Anzeige abzusehen, wenn sich die Verursacher bei uns melden. Sehr gerne würden wir erfahren, was sie an der Wetterauer Landwirtschaft kritisieren und warum sie unsere Plakate für ›Fakes‹ halten. Zeugen werden gebeten, sich per E-Mail an info@wetterauer-bauern.de oder unter Tel. 0 60 31/9 17 52 zu melden.

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