Mit einem Präsent und einem Blumenstrauß wird Vorstandsmitglied Siglinde Loh verabschiedet. 	FOTO: PV
+
Mit einem Präsent und einem Blumenstrauß wird Vorstandsmitglied Siglinde Loh verabschiedet. FOTO: PV

Vom Landwirt bis zur Ladentheke

  • vonRedaktion
    schließen

Wetteraukreis (pm). »Regionale Lebensmittel« war das Thema bei der Generalversammlung des VLF-Wetterau. Der Vorsitzende Holger Starck eröffnete die Generalversammlung. Trotz des Coronavirus waren 60 Mitglieder der Einladung gefolgt. Starck begrüßte Mitglieder und Ehrengäste herzlich. Danach legte er eine Schweigeminute für die verstorbenen Mitglieder ein.

Im Anschluss legte Geschäftsführerin Kirsten Cloos ihren Geschäftsbericht unter Angaben der Fachveranstaltungen und Fahrten vor. In ihrem Kassenbericht erläuterte sie die Einnahmen und Ausgaben des Vereins. Die Kassenprüfer Roland Sattler und Peter Werner hatten die Kassengeschäfte geprüft und die Versammlung um Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung gebeten, diese waren einstimmig dafür. Für den ausscheidenden Kassenprüfer R. Sattler wurde Otto König einstimmig für zwei Jahre gewählt.

Mit einem Präsent und Blumenstrauß verabschiedete man das Vorstandsmitglied Siglinde Loh aus Altersgründen aus dem Vorstand. Sie war seit 1997 im damaligen VLF Büdingen/Nidda vertreten. Auf eigenen Wunsch wurde Martin Möser nicht wiedergewählt. Für die beiden Vorstandsmitglieder, die ausschieden, wurde einstimmig der vorgeschlagene Marc Michel aus Ober-Mockstadt gewählt.

Interessanter Vortrag

Nach der Generalversammlung hieß man Claudia Weiss von der Marketinggesellschaft »Gutes aus Hessen« (MGH), die einen Vortrag über »Gutes aus Hessen« hielt, willkommen. Weiss klärte die Anwesenden zunächst auf, was die MGH eigentlich ist. Sie wurde 1989 gegründet, ihr gehören 51 Mitglieder an, die aus den Sparten Produktion, Verarbeitung, Verbänden und den Landkreisen bestehen.

Die MGH ist beauftragt, ein unterstützendes Marketing für die hessische Land- und Ernährungswirtschaft zu erstellen. Der Vertrag mit dem Land Hessen läuft immer über fünf Jahre. Sie soll kleine, mittelständische Betriebe wie Vermarkter, Erzeuger und Verarbeiter fördern und dem Verbraucher zeigen, wo was herkommt. Zum Beispiel vom Landwirt (Getreide) über die Mühle bis zum Bäcker.

Das Gütesiegel »Bio aus Hessen« wurde 2005 eingeführt, 2003 die geprüfte Qualität aus Hessen gemeinsam mit dem Land entwickelt. Aus einer Befragung konnte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft feststellen, dass 76 Prozent der Bevölkerung es für wichtig halten, dass die Lebensmittel aus der Region kommen. Man wolle erreichen, dass die Bevölkerung Vertrauen zu heimischen Produkten erhalte und die regionalen Lebensmittel als qualitativ besser wahrnehme - als Gegenbewegung der Globalisierung und für einen nachhaltigen Konsum. Die Qualitätssiegel werden nur an Betriebe vergeben, die auch vom Regierungspräsidium Gießen und anderen Kontrollstellen des Landes Hessen die Qualität sowie umweltnahe Produktion garantieren können.

Auch der kurze Weg der hessischen Rohstoffe spiele eine Rolle. Die Sicherheitskontrolle werde vom Landwirt bis hin zur Ladentheke durchgeführt.

Rund 700 Partnerbetriebe wie Keltereien, Landwirte, Bäcker, Metzger, Gastronomie und andere gehören der MGH an. Die Produktionsbereiche reichen von Fleisch und Wurst bis zu Gemüse, Obst, Honig und vielem mehr. Die MGH macht außerdem Werbung für regionale Produkte oder Kampagne zur Stärkung des Handwerks. Sie ist auch auf Messen wie »Land und Genuss« oder der »Grünen Woche« in Berlin vertreten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare