Kritik an Verwaltungsneubau bei FWG-Konferenz

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Wetteraukreis (pm). Der geplante Verwaltungsneubau in Friedberg war ein Thema der ersten gemeinsamen Kreiskonferenz, zu der sich dieser Tage die Vorstandsvertreter der Ortsverbände und der Kreistagsfraktion der Freien Wähler trafen. Im Bürgerhaus Weckesheim äußerte der Büdinger Bürgermeisterkandidat und Kreistagsabgeordnete Ulrich Majunke Kritik am Plan der CDU-SPD-Kreisregierung, auf dem Kasernengelände verschiedene Außenstellen der Kreisverwaltung zusammenzulegen.

»Bei allem Verständnis für die moderne Verwaltungsarbeitsplätze, Politik muss in meinen Augen - gerade bei knappen Kassen - Schwerpunkte setzen. Es ist für mich deshalb nicht nachvollziehbar, dass wir in vielen Wetterauer Grundschulen dauerhaft Container für fehlende Schulräume errichten müssen und gleichzeitig ein neues Verwaltungsgebäude für 450 Mitarbeiter in der Kreisstadt Friedberg planen«, sagte Majunke. Der Wetteraukreis fördere damit die weitere Zentralisierung anstelle einer notwendigen Dezentralisierung mit im Kreisgebiet verteilten Verwaltungseinheiten, wie es beispielhaft das Land begonnen habe. Der Hinweis auf eine Sanierung der Außenstelle Büdingen sei zu wenig. Insbesondere dem strukturschwachen Bereich Oberhessen würden zusätzliche Verwaltungsarbeitsplätze sehr guttun.

Auch in Büdingen brauche die Grundschule neue Räume; Container seien auf Dauer keine Lösungen.

Ziel der Kreiskonferenz, die zukünftig regelmäßig stattfinden soll, war ein besserer Austausch der örtlichen Wählergemeinschaften mit den Abgeordneten im Kreistag sein. Laut dem Fraktionsvorsitzenden, Büdinger Bürgermeister Erich Spamer, werden die Aufgaben des Wetteraukreises nicht weniger werden; man könne sie nur gemeinsam mit den Kommunen erfolgreich gestalten. Die Freien Wähler hätten in vielen Wetterauer Kommunen engagierte und erfolgreiche Wählergemeinschaften. »Diese Expertise möchten wir nutzen«, sagte auch Bundestags-Direktkandidat Cenk Gönül. Die großen Projekte der Zukunft seien eine bessere ÖPNV-Verbindungen nach Frankfurt und ins Rhein-Main Gebiet, die Sicherstellung der Wasserversorgung und die Umsetzung dringend notwendiger Schul-Neubauten. Mit Blick auf die Corona-Situation nach dem Ende der Ferien wurde die Anschaffung von Lüftungsanlagen in den Schulen thematisiert. Gönül sprach sich für eine schnellstmögliche Anschaffung der Geräte aus. Es müsse alles dafür getan werden, dass die Schulen auch im Herbst und Winter offen bleiben.

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