AZB-Ausbildungsleiter Daniel Bach (links) bei der Übergabe der Urkunden. Mit dabei: Thomas Jüngel (Mitte links), Bezirksstellenleiter des Verbandes baugebewerblicher Unternehmer in Hessen für die Wetterau und Innungsobermeister und der Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses, Manfred Fleischmann (daneben), sowie die beiden Jahrgangsbesten Niko Scholz (hinten, 3. v. r.) und Markus Merz (vorne, 2. v. r.). FOTO: PM
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AZB-Ausbildungsleiter Daniel Bach (links) bei der Übergabe der Urkunden. Mit dabei: Thomas Jüngel (Mitte links), Bezirksstellenleiter des Verbandes baugebewerblicher Unternehmer in Hessen für die Wetterau und Innungsobermeister und der Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses, Manfred Fleischmann (daneben), sowie die beiden Jahrgangsbesten Niko Scholz (hinten, 3. v. r.) und Markus Merz (vorne, 2. v. r.). FOTO: PM

"Krisensicher und stabil"

  • vonred Redaktion
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Wetteraukreis(im). 13 Gesellen unterschiedlicher Innungen des Bauhandwerks erhielten kürzlich im Ausbildungszentrum der Bauwirtshaft (AZB) in Nidda aus der Hand ihres Ausbildungsleiters Daniel Bach die Freisprechungsurkunde. Coronabedingt fand die Feierstunde in einer großen Werkshalle des AZB mit Außengelände statt, wo es möglich war, genügend Abstand zu halten. Andreas Demand, Abteilungsleiter Berufsausbildung beim Verband baugewerblicher Unternehmer in Hessen, dem die AZB angehört, dankte vor allem den Aspiranten und ihren Familien für die Bereitschaft, zum ersten Mal seit zehn Jahren eine Freisprechungsfeier in reduzierter Form zu akzeptieren.

Thomas Jüngel, Bezirksstellenleiter des Verbandes in der Wetterau und Obermeister der Innung, übernahm anschließend die Festrede. Er unterstrich die Resistenz des Baugewerbes in Corona-Zeiten, das sich selbst als "krisensicheres, in sich stabiles Konstrukt" erwiesen habe.

Den jungen Gesellen empfahl er, sich gemäß dem Grundsatz "Handwerk hat goldenen Boden" eine erfolgreiche Zukunft aufzubauen, dabei aber auch stets generationenübergreifend lernbereit zu bleiben, wie es der Spruch "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen" besage. Jüngel schloss seine Rede mit der Fabel vom Herrn, der sich für ein Jahr auf Reisen begibt und seinem Diener für diese Zeit den Bau eines Hauses anvertraut. Bei Erfolg verheißt er ihm eine große Belohnung. Doch der nachlässige Diener baut ein Haus von minderer Qualität, das Wert und Schönheit, Komfort und Zweckmäßigkeit vermissen lässt, von dessen Qualität er aber dennoch überzeugt ist. Darauf antwortet sein Herr: "Das ist gut so. Denn der Lohn, den ich dir zusagte, ist eben dieses Haus, das du dir selbst erbaut hast und in dem du ab heute leben wirst."

An die jungen Gesellen gerichtet, zog Jüngel daraus zwei Schlussfolgerungen: "Baut eure Zukunft solide, Schritt für Schritt, und gebt dabei stets euer Bestes, sodass es euch einmal Freude bereiten wird, in dieser Zeit, die vor euch liegt, zu leben." Und: "Baut für eure Kunden und Auftraggeber immer so, als ginge es um euer eigenes Haus, um dessen Wertbeständigkeit, Zweckmäßigkeit, Schönheit und Komfort."

Dr. Friedrich Wilhelm Remes, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Holz- und Bautenschutzverbandes in Köln, unterstrich ebenfalls die Krisenresistenz des Baugewerbes in einer Zeit, die zahlreiche andere Bereiche in den Lockdown zwinge. "Sie haben vor drei Jahren alles richtig gemacht, als Sie sich zu dieser Ausbildung entschlossen", sagte Remes. "Danken Sie allen, die Ihnen empfohlen haben: Geh zum Bau. Sie werden diese Krise überleben."

Die Übergabe der Gesellenurkunden erfolgte durch Ausbildungsleiter Daniel Bach vom AZB, der den jungen Gesellen anlässlich der Freisprechungsfeier offiziell das Du auf Augenhöhe anbot. Im Einzelnen waren dies: für die Holz- und Bautenschützer Rasheed Abdur, Maximilian Hörner, Niko Scholz, Eidar Subasic und Dominik Weitzel; für die Beton- und Stahlbetonbauer Robin Albus, Marcel Hannig und Noroos Mohammadi; für die Maurer Steffen Kühnl, Markus Merz, Maximilian Pilger, Tim Reichhold und Dario Schäfer. Als Prüfungsbeste ihres Ausbildungsjahrgangs wurden zudem ausgezeichnet: Niko Scholz und sein Ausbildungsbetrieb, die Bausanierung Münch GmbH in Viernheim, sowie Markus Merz und sein Ausbildungsbetrieb, die Wenzel Bau GmbH in Büdingen.

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