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Die Zahl der Anträge von schwerkranken Menschen, die vom Gesundheitsamt zusätzlich in die Impfstraßen eingesteuert werden, nimmt täglich zu. Reinhold Merbs prüft jeden Antrag persönlich.

Nach Astrazeneca-Stopp

Kreis stellt klar: Impftermine des Landes werden abgesagt, die vom Kreis nicht

  • Christoph Agel
    vonChristoph Agel
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Ein Interview mit dem Wetterauer Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs hat für Irritationen gesorgt. Es geht um die Absage von Impfterminen wegen des Astrazeneca-Stopps. Hier eine Klarstellung.

Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca sind in Deutschland erstmal gestoppt. Was das für den Wetteraukreis bedeutet, hat Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs in einem Interview deutlich gemacht, das am Mittwoch in der WZ erschienen ist. Der Landkreis werde keine Impftermine absagen, hieß es darin. Man werde auf den Biontech-Impfstoff ausweichen. Allerdings könnte es für Irritationen sorgen, dass doch Impftermine abgesagt worden sind - allerdings wohl nicht seitens des Kreises.

So erging es beispielsweise einer Frau, die sich an die Redaktion wandte. Sie hatte gerade das Interview gelesen und kurz darauf die Absage ihres Impftermins erhalten. Das Interview habe doch signalisiert, dass keine Termine abgesagt würden.

Am Mittwoch verdeutlichte der Wetteraukreis, dass es sich unterschiedlich verhalte, je nachdem, ob es sich um einen mit dem Land oder um einen mit dem Kreis vereinbarten Termin handele.

»Nach dem Stopp der Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca stellt das Gesundheitsamt des Wetteraukreises noch einmal klar, dass alle vom Land vereinbarten Termine für den Impfstoff von Astrazeneca für die nächsten Tage ausfallen müssen. Das gilt für alle über das Internet: www.impfterminservice.hessen.de vereinbarten Termine sowie für die Termine, die per Telefon über 11 61 17 vereinbart wurden«, heißt es in der Pressemitteilung des Kreises.

Zwei Gruppen von Impflingen

Im Wetterauer Impfzentrum gebe es zwei Gruppen von Impflingen. Die einen würden über den gerade genannten Weg »eingesteuert«. Zugleich habe das Land die Gesundheitsämter aufgefordert, parallel bestimmte Gruppen zusätzlich zu versorgen, wie etwa Altenheime, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Beschäftigte der Arztpraxen, Lehrkräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kindertagesstätten sowie hoch priorisierte schwerkranke Menschen, die sich häufig mit einem Attest und dem Wunsch nach bevorzugter Impfung an das Gesundheitsamt wenden. »Für diese zweite Gruppe werden wir die Impftermine einhalten können, indem wir von Astrazeneca auf einen anderen Impfstoff umsteuern«, betont Amtsarzt Merbs.» FOTO: PRW

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