Masken auf, Fenster auf: Mithilfe diverser Hygienemaßnahmen kann der Präsenzunterricht im Wetteraukreis bisher aufrechterhalten werden.	SYMBOLFOTO: DPA
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Masken auf, Fenster auf: Mithilfe diverser Hygienemaßnahmen kann der Präsenzunterricht im Wetteraukreis bisher aufrechterhalten werden. SYMBOLFOTO: DPA

So lange wie möglich

Wetteraukreis setzt weiter klar auf Präsenzunterricht

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Nur wenige Infektionen mit dem Coronavirus bisher bei Schülern, Schülerinnen und Lehrkräften. Der Kreis will deshalb so lange wie möglich am Präsenzunterricht festhalten.

Das Coronavirus fühlt sich in den Schulen nicht besonders wohl. Das ist das Ergebnis vieler Studien und auch die Erfahrung, die man im Friedberger Gesundheitsamt macht. Landrat und Schuldezernent Jan Weckler plädiert daher dafür, den Präsenzunterricht soweit es geht aufrecht zu erhalten.

Seit den Herbstferien wurde insgesamt bei 77 Schülerinnen und Schülern, neun Lehrkräften und neun weiteren Beschäftigen in Schulen das Coronavirus nachgewiesen, berichtet der Wetteraukreis

733 Schüler und 51 Lehrer in Quarantäne

Zum Stichtag 13. November waren 47 Schülerinnen und Schüler sowie neun Lehrkräfte akut an Corona erkrankt. Betroffen sind davon 28 Schulen. Dies entspricht einem Anteil von etwa 0,1 Prozent der Wetterauer Schülerinnen und Schüler und 0,2 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer.

Insgesamt in Quarantäne befinden sich nach Kreisangaben aktuell 733 Schülerinnen und Schüler. Bei der Gesamtschülerzahl von mehr als 36 000 entspreche das rund zwei Prozent. Zusätzlich befinden sich 51 Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne, rund 1,4 Prozent der im Wetteraukreis tätigen Lehrkräfte.

Keine größeren Einschränkungen

»Im Umkehrschluss heißt dies, dass 98 Prozent der Schülerinnen und Schüler aktuell von 98,6 Prozent der Lehrkräfte in Präsenzform unterrichtet werden können«, berichtet die Kreisverwaltung.

Daher komme es bislang eher selten zu größeren Einschränkungen des Unterrichts. Nach den Herbstferien war bisher lediglich die Ernst-Reuter-Schule in Bad Vilbel aufgrund eines positiven Tests bei einzelnen Lehrkräften bis zum Ende der vergangenen Woche geschlossen.

Gesundheitsamt informiert umgehend

Sobald dem Gesundheitsamt positiv getestete Schülerinnen und Schüler gemeldet werden, werde in Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt die Schule informiert und die relevanten Kontaktpersonen im schulischen Umfeld ermittelt.

Sofern im Klassenraum eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen wurde, würden in der Regel die jeweiligen Sitznachbarinnen und Sitznachbarn vorsorglich vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt.

In Grundschulen gelte die Quarantäne in der Regel für die ganze Klasse, da dort im Unterricht keine Masken getragen werden.

Keine signifikante Verbreitung

Dies sei die aktuell gängige Praxis der meisten Gesundheitsämter in Deutschland, die regelmäßig dem Pandemie-Geschehen und den Erfahrungen daraus anpasst wird. »Eine Erfahrung, die die Gesundheitsämter bisher gemacht haben, ist, dass die Verbreitung des Virus innerhalb der Schulgemeinde nicht signifikant stattfindet.

Die Ergebnisse der Kontaktverfolgung legen jeweils nahe, dass die Infektionen außerhalb der Schule, meist im Familien- oder Freundeskreis, stattgefunden haben«, erläutert Landrat Jan Weckler.

Erhebliche Anstrengungen

Dies liege auch an der aktuell bestehenden Maskenpflicht in den weiterführenden Schulen und den vielen Regelungen und Maßnahmen, die dort in den vergangenen Monaten ergriffen haben.

»Die Schulen haben seit Monaten erhebliche Anstrengungen unternommen, um das Infektionsrisiko einzudämmen und Unterricht zu ermöglichen. Mein ausdrücklicher Dank geht an die Schulleitungen und an die Lehrkräfte, die jeden Tag daran arbeiten, dass dies so bleibt«, so Weckler.

Weitere Allgemeinverfügung

Da sich die Maskenpflicht für Lehrkräfte an den weiterführenden Schulen bewährt hat und dem Gesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung hilft, hat der Wetteraukreis mit einer weiteren Allgemeinverfügung reagiert: Ab dem morgigen Donnerstag, 19. November, gilt eine Maskenpflicht im Wetteraukreis auch für Lehrkräfte in Grundschulen und andere in Grundschulen tätige Personen ebenso wie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kindertagesstätten, Kinderhorten, Krippen und Kindertagespflegestellen.

Konkret heißt das, dass die Maskenpflicht während des Präsenzunterrichtes auch für Lehrkräfte der ersten bis vierten Jahrgangsstufe gilt. Für Kinder, die die Einrichtung oder Grundschule besuchen, gibt es nach wie vor keine Maskenpflicht.

Kontinuierliches Angebot unverzichtbar

Der Wetteraukreis möchte so lange wie möglich am Präsenzunterricht festhalten. »Für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen und um Bildungschancen für alle wahren zu können, ist ein reguläres und kontinuierliches Unterrichtsangebot unverzichtbar. Auch viele Familien sind in der Herausforderung, Familie und Beruf gerade in Pandemie-Zeiten unter einen Hut bringen zu müssen, auf ein zuverlässiges Unterrichts- und Betreuungsangebot angewiesen«, erklärt Landrat Weckler.

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