Kreis-FDP fordert Runden Tisch

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Wetteraukreis(pm). Das Problem überfüllter Schulbusse ist nicht neu, spitzt sich aber in Corona-Zeiten zu: In vollen und dichtgedrängten Bussen kann kein Mindestabstand eingehalten werden. Aus diesem Grund fordern die Freien Demokraten Wetterau einen Runden Tisch zur schnellen Lösung des Schulbusproblems.

"Während an den Schulen gute Arbeit geleistet wurde und Hygienekonzepte ausgearbeitet wurden, wurde offenbar die Schülerbeförderung gänzlich vergessen", sagt die schulpolitische Sprecherin der FDP im Kreistag, Elke Sommermeyer. "Ganz eindeutig" hätten Landrat Jan Weckler und Verkehrsdezernent Matthias Walther (beide CDU) die Sommerferien nicht sinnvoll genutzt, um Lösungen für die Beilegung des erwartbaren Problems der Schülerbeförderung in Corona-Zeiten zu finden. Es sei beunruhigend, dass Schüler während der Busfahrten keinen angemessenen Abstand einhalten könnten, sondern in völlig überfüllten Bussen fahren würden, und auch die Maskenpflicht "in keiner Weise" kontrolliert werde. Die Freien Demokraten befürchten zudem, dass sich das Problem im Winter noch verschärfen wird, weil dann deutlich weniger Schüler mit dem Fahrrad in die Schule führen.

Mehr private Busse?

FDP-Bundestagsabgeordneter Peter Heidt ergänzt: "Wie schon bei der Digitalisierung im Schulunterricht rächt es sich nun, dass die Verwaltung schläfrig reagiert und Probleme vor sich herschiebt, anstatt Lösungen zu finden und umzusetzen." Heidt sagt, als Mitglied der Verbandsversammlung der ZOV bzw. VGO, habe er das Thema auch dort angesprochen und eine schnelle Lösung gefordert. "Leider zeigte sich die Verbandsspitze völlig desinteressiert und nicht problembewusst."

Ein Hin- und Herschieben von Verantwortung und Zuständigkeiten sei nicht sinnvoll. Stattdessen müssten sich alle Beteiligten - Schulen, Schulträger, VGO, Kreis, Polizei und Kommunen - unverzüglich an einen Tisch setzen. Nach Auffassung der FDP geht es um einen Mix von Maßnahmen. In Zusammenarbeit mit den Ordnungsbehörden der Kommunen und der Polizei müsse das Einhalten der Maskenpflicht besser kontrolliert werden. Auf besonders belasteten Strecken sollte hinter dem regulären Linienbus ein Verstärkerbus fahren. Übergangsweise könnten auch mehr private Busse eingesetzt werden, da die Reiseveranstalter ohnedies viele Überkapazitäten hätten. Die FDP bringt zudem die Idee ins Spiel, durch eine Flexibilisierung der Schulanfangszeiten die Situation in den Bussen zu entschärfen.

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