Die Seile zeigen, wer wo sitzen darf: Die Zuschauer im Rathauspark freuen sich über die Kulturveranstaltung unter neuen Bedingungen. Der Stimmung tut das beim Konzert von "United Feeling" keinen Abbruch. 	FOTOS: CF
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Die Seile zeigen, wer wo sitzen darf: Die Zuschauer im Rathauspark freuen sich über die Kulturveranstaltung unter neuen Bedingungen. Der Stimmung tut das beim Konzert von »United Feeling« keinen Abbruch. FOTOS: CF

Konzerterlebnis in Abschnitten

  • vonChristine Fauerbach
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Friedberg (cf). Sommer, Sonne, Natur, Musik und Tanz: Was bedarf es mehr, um ein paar gesellige Stunden in schweren Zeiten zu verleben? Das sagte sich auch der Magistrat der Stadt. Mit professioneller Unterstützung von Veranstalter Harry Thyssen und Sponsoren hoben die Kommunalpolitiker die neue Veranstaltungsreihe »Sommer im Rathauspark« aus der Taufe. Die gelungene Premiere mit leichter Unterhaltung aus der Sparte »Musica Italiana«, gekonnt interpretiert vom Duo »United Feeling«, gab es am Samstagabend im Rathauspark.

Wie Bürgermeister Dirk Antkowiak in seiner Begrüßung erzählte, sei »der Beschluss für das heutige Konzert und die neue bis zum 29. August gehende Veranstaltungsreihe erst Montag vor einer Woche« gefallen. Thyssen kündigte für die »mit heißen Nadeln gestrickte Reihe« insgesamt elf Veranstaltungen passend zum Motto »Schwere Zeiten - leichte Unterhaltung« an. Dazu gehören acht Veranstaltungen mit Live-Konzerten für Kinder und Erwachsene, Kindertheater und Kabarett in der Kreisstadt. Hinzukommen drei Konzerte der Reihe »Elvis Celebration« Mitte August in Bad Nauheim.

Einige tanzen und klatschen

Rund 100 Besucher hatten es sich unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln in abgetrennten Arealen auf ihren Stühlen unter dem grünen Dach schützender Linden- und Kastanienbäumen bequem gemacht. Für die Entscheidung des Magistrats gab es von den Besuchern viel Lob. »Ich bin ein ganz großer Fan von ›United Feeling‹. Ich finde es schön, wieder einmal aus den eignen vier Wänden zu kommen und trotz der Absperrungen und Regeln unter Leuten zu sein«, sagte Monika Kester aus Niddatal-Kaichen. Frauke Ludorf aus Friedberg meinte: »Ich bin unheimlich froh, dass wieder einmal etwas veranstaltet wird und die Stadt die Initiative ergriffen hat. Zwar ist es für mich als Single nicht so schön, aufgrund der geltenden Vorschriften allein zu sitzen, aber ich habe mir trotzdem noch Karten für vier weitere Veranstaltungen geholt.«

Damit die Abstandsregeln nicht zum Stimmungskiller beim ersten Open-Air-Konzert im Rathauspark wurden, war das Können des Duos gefragt. »Sie müssen nicht sitzen bleiben, sie dürfen gern in ihren Abschnitten tanzen«, rief die Sängerin aus Dorheim gleich zu Beginn ins Publikum. »Das wird ein Mitmachkonzert. Klatschen, Mitsingen, Schunkeln und Tanzen sind erwünscht.« Für den jeweils angesagten Sound sorgte am Keyboard Pianist Gaetano Trinaccio aus Frankfurt-Zeilsheim. »Wir treten seit sieben Jahren als Duo auf«, sagen die Künstler. Zum internationalen Repertoire des Duos »United Feeling« gehörten italienische Evergreens und Schlager ebenso wie Latino-Rhythmen und Disco-Hits. Vom ersten Ton an teilte das Duo seine Begeisterung für den Live-Aufritt vor Publikum mit den Zuhörern. Getreu der Devise des Disco-Hits »I Will Survive« von Gloria Gaynor wiegten sich alle bereits nach den ersten italienischen Liedern wie »Volare, oh oh. Cantare, oh oh oh oh« im Takt der Musik. Bei Evergreens wie »Buona Sera«, »Quando, Quando« und »Marina, Marina« wurde die Sängerin von einem vielstimmigen Chor lautstark unterstützt.

Beim Song »Felicità« des italienischen Popduos Al Bano und Romina Power eroberten die ersten Tänzer den grünen Rasen. Mit Ricchi e Poveri ließen die Wetterauer Konzertbesucher »Mamma Maria« hochleben und wiegten sich wie vom puerto-ricanischen Sängers Luis Fonsi gefordert »ganz langsam und gemächlich«, nämlich »Despacito«, im Takt des durch Latin Pop- und Reggaeton-Rhythmen beeinflussten Songs. Mit Leidenschaft und Temperament rockten Patrizia Rosini und Gaetano Trinaccio die Bühne, den Park und ihre Fans.

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