Bis zu 81 Stimmen haben die wahlberechtigten Wetterauerinnen und Wetterau am kommenden Sonntag, um ihren neuen Kreistag zu bestimmen. Auch auf Ebene der Städte und Gemeinden sowie in den einzelnen Orten wird gewählt.
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Bis zu 81 Stimmen haben die wahlberechtigten Wetterauerinnen und Wetterau am kommenden Sonntag, um ihren neuen Kreistag zu bestimmen. Auch auf Ebene der Städte und Gemeinden sowie in den einzelnen Orten wird gewählt.

Wetteraukreis

Kommunalwahl 2021 in der Wetterau – aber richtig: So klappt es am 14. März

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Kumulieren, panaschieren, Listen wählen, Namen streichen: So funktioniert die Kommunalwahl 2021 am Sonntag, 14. März im Wetteraukreis.

Am kommenden Sonntag werden in Hessen die kommunalen Parlamente gewählt - auf Kreis-, Stadt- oder Gemeinde- und Ortsebene. Alleine im Wetteraukreis sind mehr als 230 000 Menschen dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben - neben deutschen Staatsbürgern auch Menschen aus den 26 weiteren EU-Ländern, die im Kreis wohnhaft sind. Damit das auch klappt, gilt es jedoch beim Kumulieren, Panaschieren, dem Wählen von Listen oder der Streichung von Namen einiges zu beachten.

Gerade bei der Wahl des Kreistages ist eine gute Übersicht gefragt: 80 Zentimeter breit und 42 Zentimeter hoch ist der Wahlzettel, bis zu 81 Stimmen kann jeder Wahlberechtigte vergeben. Diese kann man allesamt einzeln an die Bewerberinnen und Bewerber vergeben - und zwar auch quer zu den Parteien, auf deren Listen zu stehen. Das nennt man panaschieren. Bis zu drei Kreuze pro Person können gemacht werden - das sogenannte kumulieren.

Kommunalwahl 2021 in der Wetterau: Kumulieren, panaschieren oder einfach Liste wählen

Wer nicht alle oder gar keine seiner Stimmen einzeln vergeben möchte, kann zusätzlich oder ausschließlich auch einen Wahlvorschlag in der Kopfzeile abgeben, indem er ein Kreuz für eine bestimmte Partei oder Liste macht. Das hat zur Folge, dass die Bewerberinnen und Bewerber dieser Liste entsprechend der Reihenfolge ihrer Nominierung so lange eine Stimme zugerechnet bekommen, bis alle Stimmen verbraucht sind oder aber jeder Bewerber seine ihm maximal möglichen drei Stimmen erhalten hat.

Es gibt außerdem die Möglichkeit, eine Liste zu wählen, aber bestimmte Personen von den eigenen Stimmen auszuschließen, indem man den Namen der Bewerberin oder des Bewerbers durchstreicht. Ihr oder ihm werden dann selbst bei der Wahl der gesamten Liste keine Stimmen zugeschlagen. Dieses System gilt auch für die Wahlen der Stadtverordnetenversammlungen oder der Gemeindeparlamente ebenso wie für die Wahl der Ortsbeiräte, wobei deren Stimmzettel in der Regel deutlich kleiner ausfallen als der auf Kreisebene.

»Das System des Kumulierens und Panaschierens mag für manche auf den ersten Blick kompliziert erscheinen, bietet aber auch Möglichkeiten zur individuellen Stimmabgabe und ein größeres Maß an Mitbestimmung für die Wählerinnen und Wähler«, findet etwa der Wetterauer Landrat Jan Weckler, der in einer Pressemitteilung des Wetteraukreises die Bürger dazu aufruft, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Wer sich bereits vor dem Gang ins Wahllokal eine Übersicht über die Listen und deren Kandidaten machten möchte, kann online unter www.wetteraukreis.de/politik/wahlen/kommunalwahl-2021/ einen Musterstimmzettel einsehen. Die Unterlagen für die Wahlen auf Ebene der Städte, Gemeinden und Ortschaften sind in der Regel auf den jeweiligen Websites der Kommunen abrufbar.

Kommunalwahl 2021 in der Wetterau: Briefwahl als Alternative in Zeiten von Corona

Nicht nur aufgrund besser Übersichtlichkeit und mehr Zeit zum Überlegen bietet die Briefwahl gerade in diesem Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie eine sinnvolle und gefahrlose Alternative, sich an der Wahl zu beteiligen. Einen Antrag auf Briefwahl kann bei der Kommune, in der man seit mindestens sechs Wochen wohnen muss, mündlich oder schriftlich - nicht aber telefonisch - gestellt werden. Viele Städte und Gemeinden bieten zusätzlich auf ihren Websites die Möglichkeit der Antragstellung per Online-Formular an. Die entsprechenden Wahlbenachrichtigungen sollten bereits in den vergangenen Tagen und Wochen per Post eingegangen sein,

Dennoch hat der Wetteraukreis nochmals betont, dass auch die Sicherheit einer Stimmabgabe im Wahllokal vor Ort gewährleistet ist, da dort sämtliche Hygieneregeln zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie eingehalten werden würden. Dafür seien die Wahlvorstände mit FFP 2-Schutzmasken und Plexiglasscheiben ausgestattet worden, zudem würden die Wahlräume regelmäßig gelüftet und der Mindestabstand von 1,5 Metern müsse jederzeit eingehalten werden.

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