Hauptpflege ist im Winter besonders wichtig. Symbolfoto: dpa
+
Hauptpflege ist im Winter besonders wichtig. Symbolfoto: dpa

Gegen Trübsinn

Was Körper und Seele wärmt

  • vonInge Schneider
    schließen

Viele Menschen können dem Winter kaum etwas abgewinnen. Dabei lassen sich die Monate bis März als Atempause und zum Kraftschöpfen nutzen.

Licht macht Laune- Licht ist für uns lebensnotwendig. Es steuert die Hormon- und Stoffwechselfunktionen, stärkt die Selbstheilungskräfte und bewirkt die Produktion von Serotonin, einem Botenstoff, der Glücksgefühle auslöst und die Lebensgeister weckt. Eine gute Möglichkeit, der Lebensfreude auf die Sprünge zu helfen: Vorhänge auf und herein mit der Wintersonne. Manchem mag dabei auffallen, dass eine Putzeinheit notwendig ist oder dass die Küche einen Farbtupfer vertragen könnte. Wer für ein geordnetes und gemütliches Zuhause aktiv wird, schafft zugleich Überblick und Klarheit für Seele und Geist. Um tiefersitzende Symptome des Lichtmangels zu bekämpfen, ist eine Lichtintensität von mindestens 2500 Lux angebracht. Ein langer Spaziergang durch die Wiesen und Felder der Wetterau an einem hellen Wintertag erbringt schon eine Lichtmenge von 3000 bis 4000 Lux. Der Wechsel von der warmen Stube in die kalte Luft, gekoppelt mit Bewegung, ist zudem ein effektives Training fürs Immunsystem, wirkt ganzheitlich aufheiternd, belebend und aktivierend.

Düfte- Biologen gehen davon aus, dass Pflanzen ein Immunsystem gegen Schädlinge und Pilze besitzen: Die in Blätter und Blüten, Stängeln und Wurzeln produzierten ätherischen Öle, die auch auf den Menschen kräftigend und beruhigend, anregend und befreiend wirken können. Apotheken, Reformhäuser und Naturkostläden der Region empfehlen eine geeignete Kombination, etwa für ein Schönheitsbad, für eine sanfte Massage oder ein Duftlämpchen. Vanille- und Orangenöl kurbeln die Produktion des Glückshormons Endorphin an und stärken die Nerven, Lavendel- und Lemongrassöl wirken geistig anregend, römische Kamille beruhigend. Klimaverbesserer im Raum sind Zimmerpflanzen, Luftbefeuchter (zum Beispiel in Form eines Wasserschälchens mit eingestreuten Kräutern) und das stündliche, kurze Lüften.

Winterpflege der Haut- In der kalten Jahreszeit braucht die Haut von allem etwas mehr. Mehr Fett, mehr Feuchtigkeit und mehr Pflege, am besten über den Tag verteilt. Für die tägliche Reinigung genügt meist lauwarmes Wasser, das den Schutzmantel der Haut kaum angreift. Besuche in den Saunen oder Thermen der Region werden im Corona-Winter 2020/21 wohl noch eine ganze Weile lang ausfallen - doch Winterwellness geht auch im heimischen Badezimmer. Wichtig ist die anschließende rückfettende Pflege, besonders für die reife Haut. Ebenso bedeutsam: die Versorgung von Lippen und Augenpartie, speziell bei Frost und im Freien sowie der Sonnenschutz in Höhenlagen.

Durch den Magen- Reichliches Trinken (mindestens 1,5 Liter täglich) reinigt und stärkt den gesamten Organismus und führt der Haut Feuchtigkeit von innen zu. Ein Glas Orangensaft zum Frühstück liefert Vitamin C zur Stärkung des Immunsystems. Über den Tag verteilt trinkt man eine Flasche natriumarmes Mineralwasser und am Abend ein Früchte- oder Kräutertee - vielleicht zu einem guten Buch oder einem Film. Wer sich ausreichend mit Obst und Gemüse versorgt, im Winter auch in der tiefgefrorenen Variante, braucht sich den Riegel Schokolade und das Tortenstück keineswegs zu versagen.

Nicht einigeln- Vielfältige Aktivitäten sind auch im Lockdown möglich - und für die ganzheitliche Gesundheit wichtiger denn je: Wanderführer erschließen die Schönheit der Umgebung, Sportstudios und -vereine haben längst digitale Angebote entwickelt, Familien helfen ihren älteren Angehörigen, Kontaktmöglichkeiten im Netz zu entdecken. Zu Beginn des Jahres lohnt es sich zudem, Bilanz zu ziehen und machbare Perspektiven zu entwickeln: Hierbei zählen nicht der überzogene Anspruch, der Verzicht oder die Perfektion, sondern der Mut zum ersten kleinen Schritt.

Informationen zu den Themen "Natur", "Genuss" und "Vital" erhält man unter https://tourismus.wetterau.de sowie bei der TourismusWetterau GmbH unter der Telefonnummer 0 60 41/96 95 50.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare