Sue und Michael van Bömmel (r.) empfangen die Gäste (v. l.): Achim Güssgen-Ackva, Dr. Markus A. Schmidt, Victoria Adouvi, Sabine Fuchs und vorne Siegfried Köppl. FOTO: PM
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Sue und Michael van Bömmel (r.) empfangen die Gäste (v. l.): Achim Güssgen-Ackva, Dr. Markus A. Schmidt, Victoria Adouvi, Sabine Fuchs und vorne Siegfried Köppl. FOTO: PM

Klare Meinung zu einer attraktiven Kaiserstraße

  • vonred Redaktion
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Friedberg(pm). Das Geschäftsleben in Zeiten von Corona und die weitere Entwicklung der Kaiserstraße im Speziellen und Friedbergs im Allgemeinen standen im Mittelpunkt eines Besuchs der Kreisstadt-FDP bei einem der ältesten Juwelierfachgeschäfte in Friedberg, dem Schmuck- und Uhrenhaus Burck. In mittlerweile vierter Generation führen Sue und Michael van Bömmel das seit 1894 in der Kaiserstraße 50 beheimatete Geschäft. Uhrmachermeister Michael van Bömmel führte die Gäste von der FDP in die Welt der Uhren ein - vom Alltagsmodell für jedermann bis zum Luxus-Chronografen im Wert eines Oberklassewagens. Sue van Bömmel behält das Geschäftliche im Blick; als frühere Investmentbankerin mit Liebe zu Schmuck und Uhren hat sie ohnehin eine Affinität für das Geschäft und für Zahlen.

Die langjährige Erfahrung der beiden in ihren jeweiligen Fachgebieten kommt dem Laden sehr zugute. Corona hat auch hier viele Probleme gebracht. "Wir sind aber sehr zuversichtlich", sagte Sue van Bömmel. Sie und ihr Mann hätten alles darangesetzt, ihre Mitarbeiter zu halten, auch ohne Inanspruchnahme staatlicher Mittel. "Alle haben mitgemacht, das stehen wir gemeinsam durch. Denn wir erwarten, dass wir unsere Fachkräfte dringend brauchen werden, wenn diese Pandemie wieder vorbei ist", ergänzte Michael van Bömmel. Deshalb bildet Burck auch selbst aus.

Glücklicherweise gelang der Umbau des Ladengeschäfts noch im Jahr 2019 planmäßig und sehr zügig.

"Die Kaiserstraße funktioniert trotz aller Schwierigkeiten noch immer als Standort für unser Geschäft, und wir leisten hier sehr gerne unseren Beitrag zum Friedberger Stadtleben. Gerade für ein Unternehmen wie unseres ist die Umgebung aber auch von zentraler Bedeutung, um Kunden zu gewinnen und zu halten", sagte Sue van Bömmel. Für Kunden, die Schmuck und Uhren höchster Qualität und exklusiver Marken suchten, sei die Umgebung des Geschäfts selbst auch ein wichtiges Kriterium. "Wir begrüßen daher die Pläne zur Erneuerung der Kaiserstraße, denn die Stadt muss attraktiv bleiben. Gleichzeitig muss realistisch geplant werden", sagte die Inhaberin des Juweliergeschäfts. Und ihr Ehemann fügte hinzu: "Monatelange Bauarbeiten, die mit einer Sperrung des Durchgangsverkehrs einhergehen, wären für die gesamte Kaiserstraße allerdings tödlich."

Achim Güssgen-Ackva, FDP-Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung, zeigte sich überzeugt: "Die Diskussion um eine Fußgängerzone und den Wegfall von Parkplätzen können sich nur diejenigen leisten, die nicht auf Kundschaft angewiesen sind." Sue van Bömmel mahnte Anstrengungen bei der Attraktivitätssteigerung der Stadt an: Beispielsweise müsse man sich um eine gehobene Gastronomie bemühen. Auch besondere Dinge müssten weiterentwickelt werden, etwa standesamtliche Trauungen an besonderen Orten.

Güssgen-Ackva: "Wenn es Friedberg wirklich ernst meint mit der Weiterentwicklung der Kaiserstraße und seiner Geschäfte, dann muss die Stadt hier nachsteuern. Das sind kleine, schnell zu verwirklichende Änderungen. Hier bleiben wir am Ball."

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