Künstler Max Brück hat den mobilen Kleiderschrank konzipiert und gebaut.	FOTOS: LINA MARIE MATZ/SAMMLUNG CLAUS-KURT ILGE
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Künstler Max Brück hat den mobilen Kleiderschrank konzipiert und gebaut. FOTOS: LINA MARIE MATZ/SAMMLUNG CLAUS-KURT ILGE

Klamotten und Geschichten

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Friedberg (pm). Was verrät Kleidung über Identität, Geschichte oder kulturelle Hintergründe der Region? Das Projekt »Geist der Freiheit« in der KulturRegion möchte das herausfinden. Dazu reist der »Mobile Kleiderschrank« von August bis Ende 2021 durch die Rhein-Main-Region und sammelt Geschichten und Impressionen vor Ort. Erste Station ist das Wetterau-Museum in Friedberg.

Gemeinsam mit Museen, Archiven, Kulturvereinen, Bildungs- und Begegnungsstätten werden Kleidungsstücke, Geschichten, Debatten, Fragen, Bilder, Texte, Fotos an Haken, Bügeln, Kleiderstangen und Schrankwänden »aufgehängt«. Alle Interessierten sind eingeladen, den Schrank mit seinen neuen und alten Klamotten sowie verschiedenen Fundstücken unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen interaktiv zu entdecken.

Wie Elvis die Mode beeinflusste

Mit dem Fokus auf »Elvis Presley und die Jugendkulturen« bezieht der »Mobile Kleiderschrank« vom 15. bis 30. August seine erste Station im Wetterau-Museum.

Der »Mobile Kleiderschrank« soll insgesamt an 15 Stationen in der Region haltmachen. Jeder Ort wählt einen eigenen Fokus und gestaltet den Kleiderschrank aus. Konzipiert und gebaut von dem Künstler Max Brück bietet er dafür offene wie geschlossene Schrank- und Schubladenelemente, Kleiderhaken, Spiegel und einen eingebauten Screen. Seinen Inhalt lässt er zurück, reist aber reich an Gebrauchspuren von Station zu Station weiter.

»Der Kleiderschrank bietet sich an, um verschiedenste Themen zu vermitteln. Am Ende steht ein mit Geschichten gefüllter Kleiderschrank«, erklärt Magdalena Zeller, Projektleiterin »Geist der Freiheit« der KulturRegion, die Idee.

Mit dem Fokus auf »Rock’n’ Roll, Elvis Presley und die Jugendkultur um 1960 in Friedberg, Bad Nauheim und Hessen« geht der »Mobile Kleiderschrank« im Wetterau-Museum auf Spurensuche.

Bunt und körperbetont

In Friedberg und Bad Nauheim hielten 1960 Rockabilly und Rock’n’Roll-Musik Einzug, bestärkt durch den in den Friedberger Ray Barracks stationierten und in Bad Nauheim wohnenden Elvis Presley. Mit seinem damals provokanten, bunten und körperbetonten Stil hat er Mode und Kultur bis heute nachhaltig beeinflusst.

Wie hat sich die Jugend innerhalb dieser Einflüsse selbst inszeniert und was bedeutete für sie Leben, Freiheit, Provokation? Im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Dauerausstellung sammelt der Schrank Klamotten, Bilder und Gegenstände rund um die Jugend in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren und lässt die Besucher in eine Zeit eintauchen, deren Auswirkungen die Gesellschaft noch heute prägen, erklären die Organisatoren.

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