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Wahl der Friedberger Ortsvorsteher

Kernstadt: Rudi Mewes (Grüne) löst Norbert Simmer (CDU) ab

  • Jürgen Wagner
    vonJürgen Wagner
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Neue Wahlperiode, neue Ortsvorsteher: Nur zwei der bisherigen Amtsträger wurden bei der Konstituierung der Ortsbeiräte bestätigt, in drei Stadtteilen und der Kernstadt gab es Wechsel.

Ich bitte das älteste Mitglied des Ortsbeirats, die Wahlen zu leiten«, sagte Norbert Simmer (CDU), scheidender Ortsvorsteher der Kernstadt, und fügte hinzu: »Das bin ich.« Simmer hatte sich nicht erneut zur Wahl gestellt, er strebt einen Posten im Magistrat an. Zu seinem Nachfolger wurde Rudi Mewes (Grüne) gewählt. Die Grünen hatten die meisten Stimmen bei der Ortsbeiratswahl erhalten (Sitzverteilung: CDU und Grüne je vier, SPD zwei, FDP, UWG und Linke jeweils einen Sitz). Mewes kam in geheimer Wahl auf sieben Stimmen, auf Bernd Fleck (CDU) entfielen fünf Stimmen (ein Mitglied fehlte).

Mewese kündigte an, der Ortsbeirat werde mehr als bisher eigene Anträge stellen. »Die wichtigsten Themen finden in der Kernstadt statt.« Auch Ortstermine und Treffen an anderen Orten (zuletzt im Junity oder im Fünf-Finger-Treff) will Mewes einberufen.

Dass die Sondierungsgespräche der Fraktionen nicht reibungslos verliefe, zeigte sich bei der Wahl von Mewes’ Stellvertreter. Der SPD-Vorsitzende Andreas Scheunert wurde mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linke gewählt, CDU und FDP stellten keinen Kandidaten auf und stimmten mit »Nein«; ein holpriger Auftakt des Ortsbeirats. Schriftsführerin ist die SPD-Nachrückerin Nicole Bucci (SPD).

Spanmnend war die Wahl auch in Dorheim. Ortsvorsteher Dr. Klaus-Dieter Rack (SPD) hatte die mit weitem Abstand meisten Stimmen erhalten, die SPD kam auf vier Sitze, die CDU ebenfalls. Zünglein an der Waage war Karl-Wilhelm Kruse (Grüne). Rack erhielt fünf Stimmen, Axel Pabst (CDU) kam auf vier. Pabst wurde im Anschluss einstimmig zum Stellvertreter gewählt. »So macht man das«, meinte ein SPD-Mitglied. Ebenfalls einstimmig wurde SPD-Nachrücker Michael Kesselring als Schriftführer bestätigt.

Günther Weil tritt ab und wird geehrt

»Der Ortsbeirat arbeitet ehrenamtlich. Wer sich freiwillig zur Verfügung stellt, dem kann man gar nicht genug danken«, sagte Bürgermeister Dirk Antkowiak (CDU), der mit seinen Mitarbeiterinnen an drei Tagen sechs Ortsbeiratssitzungen abzuwickeln hatte.

In Ockstadt hatte sich der bisherige Ortsvorsteher Günther Weil bei der Wahl auf einen hinteren Platz setzen lassen. Er wurde nach oben kumuliert, verzichtete aber aufs Mandat. Weil soll zum Ehrenortsvorsteher auf Lebenszeit ernannt werden. Zu seiner Nachfolgerin wurde Stefanie Kipp (CDU) gewählt. Ihr Stellvertreter ist Werner Schaupp (CDU), Schriftführerin ist Katja van Zoest (Grüne). Die Sitzverteilung in Ockstadt: CDU vier Sitze, Grüne zwei, FDP zwei.

In Bruchenbrücken (Sitzverteilung: CDU 5, Grüne 2, FDP 2) wurde Gunther Best von der CDU als Ortsvorsteher bestätigt. Sein Stellvertreter ist Rogher Götzl (FDP), Schriftführerin ist Sandra Schmidt (CDU). Auch Peter Haas (SPD) bleibt im Amt. Der Ortsvorsteher von Ossenheim wurde einstimmig gewählt, ebenso sein Stellvertreter Frank Litzinger (CDU). Schriftführerin ist Nachrückerin Simona Hahn-Wiltschek (SPD) (Sitzverteilung: SPD vier, CDU und Grüne je zwei und FDP ein Sitz).

Im kleinsten Stadtteil Bauernheim (SPD 6, Grüne 3) vollzog sich ein Generationswechsel. Ortsvorsteher Uli Hausner übergab sein Amt an seinen Sohn Alexander Hausner (beide SPD). Stellvertreterin ist Tanja Haas, Schriftführerin Stefanie Frohneberg (SPD).

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