"Kein Grund zur Sorge"

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Wetteraukreis(hed/prw). Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wollen sich in diesem Herbst mehr Leute als sonst gegen die Grippe impfen lassen. Doch zuletzt war das nicht immer möglich, weil kein Impfstoff vorrätig war (die WZ berichtete). "Kein Grund zur Sorge", beschwichtigt nun Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch (SPD). Dass es zu Beginn der Grippesaison zu Engpässen beim Impfstoff komme, sei keine Besonderheit. Der Impfstoff werde nach und nach ausgeliefert. Daher könne es zeitweise zu Verzögerungen bei der Auslieferung kommen. Einen Engpass bei der Versorgung sehe der Apothekerverband Hessen derzeit aber nicht. "Ich bin mir sicher, dass jeder, der geimpft werden will, dies auch tun kann", sagt Becker-Bösch. Vorzugsweise sollte die Impfung im Oktober erfolgen., sie sei aber auch zu einem späteren Zeitpunkt noch sinnvoll.

Ärzte und Apotheken hätten laut Becker-Bösch für diesen Herbst die Nachfrage unterschätzt und zu wenig bestellt. "In Hessen wurden für die Grippesaison 2020/2021 genauso viele Impfkanülen geordert wie im Winter 2019/2020."

Zuletzt hatte der Wetterauer Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs in der WZ eine verfehlte Gesundheitspolitik angeprangert. Durch die Auslagerung der Produktion ins (asiatische) Ausland gebe es aktuell Engpässe beim Impfstoff und auch sonst immer wieder bei Medikamenten "Das ist eine Schan-de für unser Land", ereifert sich Merbs. Die Versorgung mit Arzneimitteln sei Teil der Grundversorgung, die der Staat gewährleisten müsse.

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