Das Kaufhaus Joh ist Dauerthema in Friedberg. Nun meldet sich das Bürgerbündnis "WIR".
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Das Kaufhaus Joh ist Dauerthema in Friedberg. Nun meldet sich das Bürgerbündnis "WIR".

Joh-Planungen

Kaufhaus Joh in Friedberg: »WIR« schlägt Markthalle vor

  • Jürgen Wagner
    vonJürgen Wagner
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Das ehemalige Kaufhaus Joh ist ein Friedberger Dauerthema. Nun äußert sich das Bürgerbündnis »WIR«. Eine der Botschaften lautet: Die Stadt soll dem Investor Vorgaben machen.

Still ruht das Kaufhaus Joh. Wie ist der Sachstand? »In einer Stadt, die seit Monaten die Menschen im ISEK-Prozess zur Mitarbeit bewegen will, ist es kein gutes Zeichen, wenn der Eindruck entsteht, dass Verantwortliche im Magistrat und die Stadtverordneten dem so wichtigen Gebäude am zentralen Platz wenig Aufmerksamkeit schenken«, schreiben Dieter Fitsch, Klaus Kissel und Horst Weitzel vom Bürgerbündnis »WIR«.

»Fahrlässiger Umgang trifft es wahrscheinlich besser«, heißt es weiter. Wie sonst hätte »im vorauseilenden Galopp« eine zweite Fassung des B-Plans eingebracht werden können, als der erste noch nicht offengelegt war? »Der Investor wollte halt etwas anderes, ihm zu Diensten zu sein, war wohl wichtiger als endlich mit einem eigenen Konzept Gestaltungswille zu zeigen.«

Der Investor habe einige Pläne zurückgenommen. Somit könne die 1. Fassung des B-Plans rechtswirksam werden. Es stellten sich aber die gleichen Fragen wie bislang: Finden sich genügend Einzelhändler? Welcher Lebensmittel-Vollsortimenter geht ins Untergeschoss? Und: »Ist es wieder nur reine Hinhaltetaktik, bis sich ein neuer Investor findet, der dem alten den Spekulationsaufschlag zahlt?«

Das Bürgerbündnis glaubt nicht, dass die Sache jetzt »in trockenen Tüchern« ist. Laut einer Vorlage aus dem Rathaus sind weiterhin Änderungen möglich. Für die »WIR«-Sprecher ist das ein »Einfallstor für den gerade zurückgenommen B-Plan. Denn dahinter kann nur stehen: Wohnungen, Wohnungen, Wohnungen.«

Joh Friedberg: Stadt soll Investor in die Pflicht nehmen

Es helfe nichts: Die Politik brauche ein klares Konzept und müsse »dem Investor sagen, wo es langgeht.« »WIR« fordert, das ehemalige Kaufhaus müsse schnellstens ein Ort der Begegnung und Kommunikation werden. »Lokale Direktvermarkter gehören dort hinein, eine Markthalle mit täglichen Öffnungszeiten belebt den Elvis-Platz, gibt der Kaiserstraße Struktur, tut dem Einzelhandel gut, wird von der Bevölkerung honoriert.«

Darüber hinaus brauche es Räume für die Bürger, ein Tourismuszentrum, Einzelhandel. Auch die THM komme als Mieter in Betracht. Die Stadtpolitik müsse diese Vorstellungen in einer Umgestaltungssatzung gegenüber dem Investor absichern und einen Zeitrahmen vorgeben. »Gibt es dagegen nur Widerstand, ist der Kauf der Immobilie die einzig richtige Schlussfolgerung.«

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