Kasernengelände steht für FDP im Mittelpunkt

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Friedberg (pm). »Die Corona-Pandemie verändert nicht nur den Wahlkampf, sondern wird auch die Politik der nächsten Jahre bestimmen«, schreibt Friedbergs FDP-Vorsitzender Achim Güssgen-Ackva. Die Freien Demokraten weisen darauf hin, dass die städtischen Finanzen in den nächsten Jahren mehr denn je die Möglichkeiten von Politik und Verwaltung bestimmen werden.

Niemand dürfe sich Illusionen machen, dass es ohne Veränderungen und Einschnitte gehen werde.

Keine Zeit für Großprojekte

»In erster Linie müssen wir dafür sorgen, dass die Verwaltung als Servicestelle für die Bürgerinnen und Bürger funktioniert und gut und sparsam arbeitet. Investitionen sind für die Weiterentwicklung der Stadt wichtig, sie müssen dennoch zielgerichtet sein«, so Güssgen-Ackva.

Jetzt sei nicht die Zeit für finanzpolitische Großprojekte, sondern für die Konzentration auf die Pflichtaufgaben und auf zukunftsorientierte und realistische Vorhaben, ergänzte Dr. Markus Schmidt, stellvertretender FDP-Vorsitzender in Friedberg.

Ihre inhaltlichen Schwerpunkte setzt die FDP im Bereich der Entwicklung des ehemaligen Kasernengeländes als wichtigstes Zukunftsprojekt Friedbergs, die Weiterentwicklung der Kaiserstraße, die Kinderbetreuung, die Frage der Sauberkeit in der Stadt und nicht zuletzt beim Naturschutz.

»Auf dem Kasernengelände wollen wir nachhaltiges Wohnen mit erfolgreichem Gewerbe, erstklassiger Forschung und Bildung sowie attraktiven Freizeitangeboten kombinieren«, sagt Dr. Jochen Meier. »Eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Regionalverkehr ist selbstverständlich. Willkürliche Mobilitätsverbote des Individualverkehrs, die von anderen Parteien gefordert werden, lehnen wir dagegen strikt ab.«

Bei der Kaiserstraße stehe die FDP für eine behutsame Weiterentwicklung, »auch mit dem Blick auf das Geld«, so Güssgen-Ackva. »Einen langwierigen Umbau darf es nicht geben, dieser ist finanziell auch kaum möglich. Er würde auch die ohnehin von den pandemiebedingten Einschränkungen betroffenen Gewerbegebiete zusätzlich belasten.« Siegfried Köppl ergänzte: »Die Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem Auto muss auch künftig gewährleistet sein. Das ist für den Handel nach Corona wichtiger denn je.«

Für Dr. Regina Bechstein-Walther ist die Fortentwicklung Friedbergs zur dynamischen Familienstadt ein zentrales Anliegen. »Wir benötigen städtische, konfessionelle und freie Träger für die Kindertagesstätten. Wir brauchen Tagesmütter, Hortplätze für Schulkinder und Freizeiteinrichtungen der Jugendbetreuung. Schließlich sind Kinder unsere Zukunft. Dabei steht für uns die Verantwortung der Eltern immer im Vordergrund.«

Gegen Windräder am Winterstein

Die Sauberkeit der Stadt ist für Dr. Reinhold Merbs ein Dauerthema, »und zwar nicht nur in der Innenstadt. Hier hat sich bereits viel zum Positiven gewandelt. Mit dem Erreichten darf man jedoch nie zufrieden sein. Alle müssen mitwirken. Die Sauberkeit in der Stadt muss zur Visitenkarte Friedbergs werden«, so der parteilose Ockstädter Kandidat auf der Liste der FDP.

Das Thema Windkraft am Winterstein werden die Liberalen im Wahlkampf offensiv behandeln. »Wer die Natur schützen will, darf den Bau von Windrädern am Winterstein nicht unterstützen. Diese Energieerzeugung ist in unserer Region wirtschaftlich und ökologisch nicht sinnvoll. Wir wollen Naturraum erhalten, nicht zerstören. Wir müssen daher Speicher- und Umwandlungstechnologien fördern«, so Güssgen-Ackva.

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