Geschlossen: Die Kaserne harrt ihrer Entwicklung. FOTO: NIC
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Geschlossen: Die Kaserne harrt ihrer Entwicklung. FOTO: NIC

Kaserne: Droht ein Verkehrskollaps?

  • vonred Redaktion
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Friedberg(pm). So sehr die Nutzung des ehemaligen Kasernengeländes als Wohn- und Handelsfläche herbeigesehnt wird, so kann durch falsche Konzeption und Planung auch ein Verkehrschaos für die gesamte Stadt drohen.

Das schreiben die Grünen in einer Pressemitteilung. Durch Stadthalle, Sportstätten, Schulen, Einkaufszentren würden neben den neuen Bewohnern des Stadtteils Tausende zusätzliche Fahrzeuge auf den schon heute gut gefüllten Straßen nach und in Friedberg unterwegs sein, wenn man sich nicht frühzeitig um eine andere Art der Mobilität bemühe. "Öffentlicher Nahverkehr, gute Fahrradwege und zielgerichtete Maßnahmen zur Vermeidung von Autos müssen frühzeitig in die Planung des neuen Stadtteils einfließen", stellt Bernd Stiller, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen- Fraktion in Friedberg, fest.

"Die Bürger haben im Rahmen des ISEK bereits viele Punkte aufgezeigt, wie Verkehr im Stadtteil verringert werden kann", ergänzt Markus Fenske, Magistratsmitglied der Grünen. "So kann gänzlich auf eine Durchgangsstraße verzichtet werden." Rudi Mewes, Sprecher des Grünen-Ortsverbandes, ergänzt: "Die Planung der Verkehrsbeziehung im neuen Stadtteil darf nicht vom Auto gedacht werden, wenn man zukunftsorientiert für die nächsten 50 Jahre plant." Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) habe zukunftsweisende Konzepte für Wohnquartiere erstellt, die auch in Friedberg zum Einsatz kommen sollten. Stiller: "Unser Wohnort ist Ausgangspunkt unserer Mobilität und hat damit einen entscheidenden Einfluss darauf, welche Verkehrsmittel wir benutzen und wie viel CO2-Emissionen wir damit erzeugen." Am heutigen Dienstag, 1. September, wird Eric Kruzycki vom VCD Hessen um 19 Uhr auf dem Elvis-Presley-Platz die grundlegenden Ideen darstellen: "Oft sind es infrastrukturelle Voraussetzungen, die davon abhalten, häufiger zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV statt mit dem eigenen Auto unterwegs zu sein. Ein gutes Wegenetz für den Fuß- und Radverkehr, Radabstellanlagen, eine zu Fuß schnell erreichbare Bushaltestelle und das Bereitstellen neuer gemeinschaftlich organisierter Mobilitätsangebote können wirkungsvolle Anreize schaffen."

Coronabedingt findet die Veranstaltung unter freiem Himmel statt; wer mag, kann sich seinen eigenen Stuhl mitbringen.

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