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Kaiserstraße: Fahrbahnerneuerung ab 5. Juli

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Friedberg (ütz). Es war schon eine große Runde, die sich da am Donnerstagnachmittag im Magistratszimmer des Rathauses einfand und hinter verschlossener Tür ein Thema besprach, das die Stadt in nicht allzu langer Zeit bewegen wird: Bauarbeiten in der Kaiserstraße.

Es geht um die Erneuerung der Fahrbahn zwischen Burg und Mainzer-Tor-Anlage, die eigentlich schon im Jahr 2003 vonstatten gehen sollte. Nach Protesten der Geschäftswelt wurde sie auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, und der ist jetzt gekommen: Die Arbeiten werden am 5. Juli beginnen, am Tag nach dem Ironman. Die Fertigstellung ist zum 11. September geplant.

Wie die WZ berichtete, ist die Kaiserstraße seit dem Bau der B 3-Umgehung von einer Bundesstraße zur Stadtstraße herabgestuft. Dies hat die Konsequenz, dass nicht mehr das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Gelnhausen für die Unterhaltung zuständig ist, sondern die Stadt. Allerdings muss das ASV ehemalige Bundesstraßen in ordnungsgemäßem Zustand an die Städte zurückgegeben, also auch die Kaiserstraße. Üblicherweise geschieht dies vor der Freigabe der Umgehungen. In Friedberg war das - eben wegen des Protests aus der Geschäftswelt - anders; die Kreisstadt kam damit in den Genuss einer Sonderregelung. Klar war aber von vornherein, dass der Schritt irgendwann einmal vollzogen werden muss, auch wenn er zu erheblichen Beeinträchtigungen in der Haupteinkaufsmeile führen wird. Daher wurde angepeilt - und so soll es nun auch geschehen - die Arbeiten im Kernbereich der Kaiserstraße zwischen Burg und der Liegendeinfahrt des Bürgerhospitals weitgehend in den Sommerferien zu erledigen, geplant ist dies zwischen dem 5.

Juli und 21. August. Danach geht es bis zur Mainzer-Tor-Anlage weiter.

Wie Bürgermeister Michael Keller gestern berichtete, nahmen an der Besprechung am Donnerstag Vertreter des Stadtbauamts, der Verkehrsbehörde, der Stadtwerke, des ASV, der IHK, des Einzelhandelsverbands, des Gewerbevereins, der Werbegemeinschaft »Friedberg hat’s« und des Stadtmarketings teil. Keller: »Es handelte sich praktisch um eine Folgesitzung des Jahres 2003.« Nur habe nunmehr Übereinstimmung geherrscht, dass - da nun die Umgehung da und der Verkehr in der Kaiserstraße mit jenem im Jahr 2003 nicht mehr zu vergleichen ist - die Fahrbahnerneuerung in Angriff genommen werden muss. Keller beugt eventuellen Missverständnissen vor: »Es geht nicht um eine Neugestaltung der Kaiserstraße, sondern lediglich um die Fahrbahn und eine neue Asphaltdecke.« Dazu werde der alte, marode Belag abgefräst und durch einen neuen ersetzt. Zeige sich dabei, dass der Unterbau in bestimmten Bereichen nicht in Ordnung ist, müsse er dort erneuert werden. Allerdings könnten in solchen Fällen auch Überraschungen lauern.

Geplant ist, erst die Fahrspur an der westlichen Kaiserstraßenseite zwischen Burg und Liegendeinfahrt zu erneuern. Dies soll in einem Zug geschehen. Darüber, wie die Fußgänger über die Baustelle kommen sollen, wenn sie die Straßenseite wechseln wollen, wird noch diskutiert. Keller: »Wir bestehen darauf, dass die Zugänglichkeit der Gehwege immer gesichert sein muss.« Auch wolle man für die Busse Ersatzhaltestellen in der Alten Bahnhofstraße. Klar sei jetzt schon, dass die Kaiserstraße zu jeder Zeit - wenn auch mit einseitiger Sperrung - befahren werden kann; eine Vollsperrung werde es nicht geben.

Dennoch hat die Fahrbahnerneuerung Konsequenzen für das gewohnte Kaiserstraßenleben. Die Zahl der Parkplätze wird stark reduziert und der Wochenmarkt entweder in die Burg oder an die Stadtkirche verlegt. Und zum 30. Juni müssen auf beiden Seiten alle Schafställe der Gaststätten und Cafés abgebaut werden. Sie dürfen dann, wenn es wettermäßig noch Sinn macht, nach Abschluss der Arbeiten wieder hingestellt werden. Zwischen Juli und August wird es auch am Ockstädter Kreuz zu massiven Beeinträchtigen kommen, denn dort verlegen die Stadtwerke neue Kanäle.

Die Stadt werde, wenn die Arbeiten anstehen, im Internet jeweils ankündigen, was wo gemacht wird, sagte Keller. Derzeit laufe die Ausschreibung, und das ASV warte auf Angebote. Wenn eine Baufirma gefunden ist, sollen Mitte Juni in einer Pressekonferenz genaue Auskünfte über das Vorgehen gegeben werden.

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