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Jugendfeuerwehr Ockstadt schafft den Hattrick

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Friedberg (cor). »Achtung, Schlüssel fällt« – die Jugendlichen der Freiwilligen Feuerwehr Friedberg wirken hoch konzentriert, während sie im Eiltempo eine Schlauchleitung zusammenkuppeln. Jeder Handgriff sitzt.

Sieben Jugendgruppen aus allen Friedberger Stadtteilen treten an, messen sich beim alljährlichen Stadtwettkampf der Jugendfeuerwehren. Mit dabei sind die Jüngsten der Kindergruppen, auch sie müssen sich ihren Prüfungen stellen. Während die Jugendgruppen um den heiß begehrten Stadtpokal kämpfen, haben die Kleinen ebenfalls besondere Auszeichnung vor Augen: die Kinderflamme und das Kinderflämmchen.

Über 60 Jugendliche im Alter zwischen zehn und 17 Jahren sind am Samstag auf der Seewiese in sieben Mannschaften aus Ossenheim, Bruchenbrücken, Dorheim, Bauernheim, der Kernstadt und zweifach aus Ockstadt angetreten.

In den vergangenen zwei Jahren hatte die Jugendfeuerwehr aus Ockstadt vorne gelegen. »Nun wollen die den Hattrick«, sagte Stadtjugendwart Valentin Gangur. »Dann bleibt der Wanderpokal nämlich in Ockstadt.« Dieses Ziel formulierte auch der Ockstädter Jannik Koch: »Wir haben uns den dritten Sieg vorgenommen.« Für den theoretischen Teil sei diesmal noch mehr geübt worden. »Der Fragenkatalog wurde komplett erprobt.

« Zunächst begrüßte Bürgermeister Michael Keller die Teilnehmer, sprach das Ehrenamt und seine wichtige Bedeutung für die Stadt an. Friedberg sei mit seinen über 200 Einsatzkräften gut aufgestellt. Der Blick auf die stark vertretene Jugend zeige, dass die Feuerwehr auch eine Zukunft habe. »Möge der Beste gewinnen«, sagte Keller. »Ihr seid aber alle schon Sieger, denn die Feuerwehr ist sehr wichtig.«

Dorheimer auf Platz zwei

Mit ihren Leistungen im praktischen und im theoretischen Teil des Wettbewerbs überzeugten die Nachwuchsbrandschützer dann immer wieder die Wertungsrichter. Zum feuerwehrtechnischen Abschnitt zählten Aufgaben wie ein Brandangriff mit Hindernissen, das Kuppeln und Verlegen von Schlauchleitungen und ein Staffellauf.

Am Ende holte sich die Mannschaft Ockstadt 1 mit 1315 Punkten hier erneut den Sieg, dicht gefolgt von Dorheim mit 1270 Punkten. Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender und Stadtrat Dirk Antkowiak nahmen die Siegerehrung vor und gratulierten allen Teilnehmern zu ihren hervorragenden Leistungen.

Und auch der jüngere Nachwuchs, die Sechs- bis Zehnjährigen, war am Samstag an vier Stationen höchst erfolgreich. Die kleinen Teilnehmer hatten viele knifflige Aufgaben zu bewältigen, entzündeten Flammen, setzten Notrufe ab und versorgten untereinander Blessuren. Für den Wettkampf wurden die Gruppen der Stadtteile untereinander gemischt. »Wir möchten, dass sich die 42 Kinder aus den Stadtteilen so noch besser kennenlernen, gemeinsam im Team agieren«, erklärte Gangur. »Darunter sind auch Inklusionskinder.« Am Ende waren die Kinder, Betreuer und Jugendwarte stolz auf die Jüngsten. »Jeder von ihnen hat seine Kinderflamme, sein Kinderflämmchen bestanden«, freute sich der Stadtjugendwart.

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