Die Preisträgerinnen erzählen in der Augustinerschule von ihren Erfahrungen beim Schreiben und dem Workshop (v. l.): Patrizia Krug, Julia Guissouma und Helen Mehr. 	FOTO: PV
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Die Preisträgerinnen erzählen in der Augustinerschule von ihren Erfahrungen beim Schreiben und dem Workshop (v. l.): Patrizia Krug, Julia Guissouma und Helen Mehr. FOTO: PV

Jüngste Teilnehmerin bisher

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Friedberg (pm). In der Aula der Augustinerschule fand kürzlich die Lesung der drei Preisträgerinnen des 16. Ovag-Jugendliteraturpreises des Vorjahres statt. Dies war eine von insgesamt 23 Veranstaltungen, die in Schulen der Landkreise Wetterau, Vogelsberg und Gießen stattfinden, um junge Menschen zwischen 14 und 23 Jahren zu ermutigen, ihr Talent bei der Teilnahme an diesem Wettbewerb unter Beweis zu stellen. Über diesen besonderen Vormittag haben Christian Engel, Nele Niehues, Emily Schalow (alle Klasse 10e) geschrieben:

In seiner Einführung versuchte Andreas Matlé, der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Ovag, die Zehntklässler für das Verfassen eigener Geschichten zu gewinnen.

Die erste Preisträgerin war Julia Guissouma, die aus ihrer Geschichte »Ein Mann in Grau« vorlas.

Als Zweite war die zwölfjährige Helen Mehr an der Reihe. Die junge Autorin hatte 2019 als jüngste Teilnehmerin sogar unter der eigentlichen Altersgrenze von 14 Jahren teilgenommen und sogleich eine Auszeichnung gewonnen. In Helens Geschichte geht es um ein Schulmädchen, das zufällig herausfindet, dass es über magische Kräfte verfügt.

Nach ihrer Lesung berichtete Helen noch von ihrem Faible für Fantasy-Geschichten und ihrem Entschluss, eine eigene Geschichte einzureichen.

Der Preis bestand nicht nur aus der Veröffentlichung ihrer Geschichte, sondern auch aus einem Schreibworkshop, den sie inzwischen mit Begeisterung absolviert hat.

Publikum ist beeindruckt

Den Abschluss bildete die ebenfalls im Vorjahr prämierte Geschichte »Das letzte Leben« von Patrizia Krug, die inzwischen Jura studiert. Darin geht es um die bereits mehrfach verstorbene Fauna, die im Jenseits auf ihren letzten Lebenseinsatz wartet, um dann als Senatorin weiterexistieren zu können.

Alle drei Lesungen vermochten das Publikum auf sehr unterschiedliche Weise zu beeindrucken.

Die erste Geschichte bestach durch den Perspektivenwechsel der Protagonisten, sodass sich die Zuhörer und Zuhörerinnen sehr gut in die jeweilige Person hineinversetzen konnten.

Bei der zweiten Lesung verblüffte das Alter der Autorin, damals elf Jahre alt, in Bezug auf den schon ausgereiften Schreibstil.

Bei der letzten Geschichte wurde man zum Nachdenken über das Leben, die eigene Gestaltungsfreiheit und vielleicht auch über das »Danach« angeregt.

Trotz der Unterschiedlichkeit der Werke wirkte das Publikum bei jeder vorgelesenen Geschichte sehr interessiert, was unter anderem an den zahlreichen Nachfragen und positiven Bemerkungen deutlich wurde.

Vielleicht kann diese Lesung den einen oder anderen motivieren, sich an dem nächsten Ovag-Jugendliteraturpreis mit einem eigenen Werk zu beteiligen. - Insgesamt erlebten alle Anwesenden eine sehr spannende und gelungene Veranstaltung.

Das Buch »Gesammelte Werke« mit den 23 Texten der Preisträger 2019 kostet 12 Euro und ist erhältlich unter der Telefonnummer 0 60 31/68 48 11 93 sowie im Servicezentrum der Ovag in Friedberg.

Die neue Ausschreibung zum Jugendliteraturpreis läuft bereits, Einsendeschluss ist der 15. Juli. Mehr zum Preis unter www.ovag-gruppe.de (Engagement/Jugend).

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